Magdeburg. Neulich in Köln durfte man beobachten, wie unbelastet ein Vincent Helmstädt in solche Leistungstests gehen kann. So hat er über eine Wette mit Clemens Kuhnert berichtet, wer wohl schneller im Einer-D-Finale bei der ersten Überprüfung sein würde. Kuhnert hatte Glück, Helmstädt verlor auf den letzten 250 Metern seine Kraft und unterlag in diesem SCM-internen Duell mit 4,4 Sekunden. Helmstädt, 18 Jahre, konnte darüber lachen, und Kuhnert (20) blieb der Wetteinsatz erspart: dauerhafter Bartwuchs.

An diesem Wochenende sind Helmstädt (Einer) und Kuhnert (Zweier ohne) wieder dabei, wenn auf dem Brandenburger Beetzsee der zweite Leistungstest und das 98. Deutsche Meisterschaftsrudern zugleich ausgetragen werden. Während Helmstädt und Kuhnert sich erneut mit Deutschlands Elite testet, geht es für andere um die Qualifikation für den A-Kader der Nationalmannschaft. Auch für Mathias Rocher vom SCM.

Man mag es kaum glauben, aber der sechste Platz beim ersten Test in Köln hat Rocher weniger geholfen als mehr geschadet. 500 Meter lang blieb er im damaligen A-Finale auf Augenhöhe, ehe ihm die Konkurrenz mit dem Magdeburger Marcel Hacker (Frankfurter RG) an der Spitze davonfuhr. Hacker, 33 Jahre, ist bereits gesetzt für den A-Kader, Eric Knittel und Stephan Krüger zogen zuletzt im Doppelzweier bei der Hügelregatta in Essen nach. Es sind also noch vier der sieben festen Skuller-Plätze im Nationalteam frei. Und um die Tickets im Männervierer fahren sechs Ruderer, berichtet SCM-Trainer Roland Oesemann. In Essen war Rocher krankheitsbedingt nicht am Start, am Sonntag kämpft er in seinem einzigen Rennen im Doppelzweier um die Fahrkahrte zum Weltcup und zur WM in Bled (Slowenien). Der Partner steht noch nicht fest.

Für den SCM sind zudem Claudia Helmholz (Zweier ohne und Achter), Marco Neumann (Zweier ohne mit Thomas Protze/Potsdam) sowie Maximilian Planer (Zweier ohne, Vierer mit Stm.) am Start. René Bertram muss dagegen aufgrund seiner Rückenpro-bleme passen.