Hamburg ( dpa ). Es ist still geworden um den Tennisprofi Nicolas Kiefer. Nach einem " Seuchen-Jahr " mit zahllosen Rückschlägen ist die einstige Nummer vier der Weltrangliste auf Position 139 durchgereicht worden. Als in Melbourne sein Lieblings-Grand-Slam gespielt wurde, musste sich der 32-Jährige, der im vergangenen November sein letztes Turnier-Match bestritten hat, an der Leiste operieren lassen und konnte nur im Traum an die Rückkehr auf den Tennisplatz denken. " Aber ich habe die Motivation nie verloren ", erzählt der Hannoveraner und kündigte gestern in einem Interview mit dem Internetsender " tennislive. tv " an : " Jetzt brenne ich auf mein Comeback. "

In Monte Carlo könnte es in einigen Tagen soweit sein. Kiefer flog am Dienstag zum am Sonntag beginnenden Masters-Turnier, wo die Veranstalter eine Wildcard für ihn bereithalten. Danach könnte ein Start in Barcelona folgen. Allerdings muss er nicht nur fit sein, sondern dort dann auch durch die Mühlen der Qualifikation. " Ich muss mich anstellen bei den Turnieren ", weiß der einst als Becker-Erbe gehandelte Kiefer und hofft darauf, nicht nur in Monte Carlo eine Wildcard zu ergattern. Am liebsten auch für die Mannschafts-WM in Düsseldorf. " Der World Team Cup ist eines meiner Lieblingsturniere. Ich habe schon mit dem Turnierdirektor und mit Teamchef Patrik Kühnen telefoniert. Jetzt warte ich auf seine Zusage. In dieser Phase würde ich mich auch mit einer Rolle als Doppelspieler anfreunden können. "

Kiefer, der noch in diesem Jahr Nachwuchs erwartet, will es noch einmal wissen : " Ich vermisse die Tour. Klar, die damit verbundene Schinderei und das Leben aus dem Koffer machen nicht immer Spaß, aber sie gehören zum Profi-Leben dazu. "