Dortmund ( SID ). Der Grieche Georgios Chalkidis von der HSG Wetzlar hat für seine Beiß-Attacke eine der höchsten Strafen in der Geschichte der Handball-Bundesliga erhalten. Der 32 Jahre alte Kreisläufer muss wegen seines Angriffs gegen den Niederländer Mark Bult von den Füchsen Berlin unmittelbar nach dem Spiel am Sonntag in der Hauptstadt fünf Spiele pausieren und 3000 Euro Strafe zahlen.

" Die Schiedsrichter haben den Biss deutlich gesehen und im Spielbericht festgehalten. Beißen ist eine Tätlichkeit, da kommt man mit zwei Spielen Sperre eben nicht mehr aus. Nur Spucken bewerte ich noch höher ", sagte HBL-Justiziar und Ex-Nationaltorwart Andreas Thiel.

Spielwart Uwe Stemberg sagte, er habe in seiner 18-jährigen Tätigkeit " noch keine vergleichbare Szene erlebt ". Thiel verwies darauf, dass nicht die mögliche Höchstsperre von zehn Spielen Sperre und 15 000 Euro Geldstrafe verhängt worden ist.

Wetzlar akzeptierte die Strafe, erhob allerdings auch Vorwürfe gegen Füchse-Torwart Silvio Heinevetter. " Sicher ist das aggressive Auftreten des Spielers Chalkidis in dieser Form nicht zu entschuldigen. Trotz allem sehen wir den Spieler Chalkidis nicht als Alleinschuldigen, sondern müssen mindestens eine Teilschuld an der letztlichen Eskalation auch Füchse-Torwart Heinevetter zuweisen ", hieß es.

Wetzlars Trainer Michael Roth zu Heinevetter : " Der ist ein Provokateur, der muss endlich mal bestraft werden. "