Apeldoorn. Pauline Grabosch hat beim Bahn-Weltcup in Apeldoorn/Niederlande das 500-Meter-Zeitfahren gewonnen. Die 18-Jährige setzte sich in 33,974 Sekunden vor Ex-Weltmeisterin Wai Sze-Lee (Hongkong/34,094) und der Spanierin Tania Calvo Barbero (34,256) durch. Grabosch, die aus dem RSV Osterweddingen hervorgegangen ist und im kommenden Jahr für das Chemnitzer „Team Erdgas.2012“ an der Seite von Sprint-Olympiasiegerin Kristina Vogel starten wird, stellte im Finale eine neue persönliche Bestzeit auf und verbesserte gleichzeitig den von ihr seit dem Sommer gehaltenen Juniorinnen-Weltrekord (34,023).

„Das ist ein toller Abschluss einer sensationellen Saison“, sagte U23-Bundestrainer Carsten Bergemann, der die Sprinter-Nationalmannschaft in Apeldoorn betreut. Bereits in der Qualifikation fuhr die „Juniorsportlerin des Jahres“ in Deutschland in 34,024 Sekunden Bestzeit, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und unterbot im Finale als letzte Starterin als einzige Fahrerin die 34-Sekunden-Schallmauer. „Wie sie die Nerven behalten hat, war besonders stark“, erklärte Bergemann weiter.

Grabosch, Spitzname „Paula“, die in roten Socken mit dem Aufdruck „Ich schaffe das“ startete, lag nach 250 Metern noch auf Platz zwei, drehte aber auf der zweiten Runde im Palais Omnisport das Ergebnis und raste zum ersten Weltcup-Sieg ihrer noch jungen Karriere. „Wir haben die Zeit beim Weltverband UCI als Weltrekord angemeldet“, sagte Bundestrainer Detlef Uibel. „Mal sehen, wie lange das wieder dauert“, so Grabosch, die im Finale den gleichen Gang fuhr wie in der Vorrunde. Nach einer kurzen Nacht startet die Sportschülerin am Sonntag noch im Sprint-Turnier.