Saint-Quentin-en-Yvelines l Toller Start für Pauline Grabosch bei den Europameisterschaften der Elite in Saint-Quentin-en-Yvelines: Die 18-Jährige aus Bottmersdorf, kürzlich zur „Juniorsportlerin des Jahres“ gekürt, belegte zum Auftakt am Mittwoch im 500-Meter-Zeitfahren den zweiten Platz und holte damit die Silbermedaille. „Die erste Medaille ist so überraschend gekommen. Ich freue mich riesig“, erklärte Grabosch nach der Siegerehrung.

Die vierfache Junioren-Weltmeisterin vom RSV Osterweddingen musste sich in 34,318 Sekunden um nur 0,008 Sekunden der Russin Daria Shmeleva beugen. Die amtierende Weltmeisterin und Titelverteidigerin Anastasia Voinova aus Russland wurde in 34,483 Sekunden Dritte. „Die Russen sind einfach stark. Eine hatte ich davon im Sack und zu der ersten fehlte mir ein Wimpernschlag - und so etwas sagen zu können ist einfach überwältigend“, so Grabosch weiter. Grabosch startet bei der EM in noch drei weiteren Wettbewerben.

Eric Engler aus Cottbus steigerte über den Kilometer seine Flachland-Bestzeit deutlich auf 1:00,807 Minuten und wurde ebenfalls Zweiter. Schneller war nur Quentin Lafargue aus Frankreich, der in 1:00,685 für die erste Goldmedaille für die Gastgeber sorgte. Marc Jurczyk aus Erfurt wurde in 1:01,985 Minuten guter Sechster. Zeitfahr-Weltmeister Joachim Eilers aus Chemnitz steigt erst kommende Woche bei den Sixdays in London in die Saison ein. 

Der neu formierte deutsche Bahnvierer belegte in der Besetzung Leif Lampater (Rosenheim), Lucas Liß (Unna), Jasper Frahm (Buxtehude) und Sebastian Wotschke (Berlin) in 4:06,902 Minuten den zwölften Platz und verpasste die zweite Runde. Gastgeber Frankreich fuhr in 4:00,108 Minuten die Bestzeit. Die Olympia-Starter, die in Rio den guten fünften Platz belegt hatten, pausieren noch.  Bei den Frauen fuhren Charlotte Becker (Berlin), Gudrun Stock (Erfurt), Tatjana Paller (Starnberg) und Michaela Ebert (Plauen) belegten in 4:43,792 Minuten den zehnten und letzten Platz und verpassten ebenfalls die zweite Runde.