Mauritius - Nach der Havarie im Volvo Ocean Race befindet sich das dänische Team Vestas in Sicherheit.

Die neunköpfige Crew um den australischen Skipper Chris Nicholson hatte ihr Boot knapp neun Stunden nach dem Auflaufen auf ein Riff im Indischen Ozean in der Nacht auf Sonntag aus eigener Kraft verlassen können und war anschließend vom Riff geborgen worden. Am Sonntagmittag waren die Ursache des Unglücks und das Ausmaß des Schadens am Boot, dessen beide Ruder gebrochen sind, immer noch ungeklärt. Team Vestas war am neunten Tag der zweiten Etappe von Kapstadt nach Abu Dhabi rund 430 Seemeilen nordöstlich von Mauritius bei St. Brandon aufgelaufen.

Die Mannschaft konnte ihr Boot nach Wassereinbruch im Heck um Mitternacht durchs knietiefe Wasser watend verlassen. Die Crew wurde später von der Küstenwache von einem trockenen Punkt auf dem Riff geborgen und zunächst zur kleinen Insel Ile du Sud gebracht, die zu den Cargados-Carajos-Inseln gehört. Von dort sollte das Team aufs Festland gebracht werden.

Das Ocean-Race-Team Alivimedica hatte die Etappe unterbrochen, um dem gestrandeten Team Vestas über Nacht in etwa 1,8 Seemeilen Sicherheitsabstand im Notfall beistehen zu können. Die amerikanische Crew nahm das Rennen inzwischen wieder auf. In Führung lag am zehnten Tag Abu Dhabi Ocean Racing vor dem holländischen Team Brunel und dem chinesischen Dongfang Race Team.

Alle Teams und die Rennleitung äußerten sich schockiert über den Unfall. Team Brunels Skipper und Rekordteilnehmer Bouwe Bekkign schrieb: "Worte sind im Moment nicht genug. Am wichtigsten ist, dass unsere Freunde in Sicherheit sind, denn wir sind alle eine große Familie in diesem Rennen."