Zürich - Zum ersten Mal seit 13 Jahren ist FIFA-Präsident Joseph Blatter bei der Wahl am 29. Mai nicht der einzige Kandidat. Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist, 24.00 Uhr, hatten fünf weitere Anwärter erklärt, den 78 Jahre alten Schweizer herausfordern zu wollen.

Noch nicht alle von ihnen haben jedoch öffentlich erklärt, dass sie die Unterstützung von fünf Mitgliedsverbänden haben, um zur Wahl zugelassen zu werden.

Michael van Praag (67 Jahre): Präsident des Niederländischen Verbandes; Mitglied der UEFA-Exekutive; Kandidatur wird auch von Belgien, Schweden, Schottland, Rumänien und Färöer unterstützt.


Luis Figo (42): ehemaliger portugiesischer Nationalspieler; hätte noch am ehesten Chancen, Blatter sicher geglaubte Stimmen in Afrika oder Südamerika wegzunehmen.


Ali Bin al-Hussein (39): Sohn des gestorbenen Königs Hussein; FIFA-Vizepräsident; Präsident des jordanischen Verbandes; Vize der Asiatischen Konföderation AFC.


Jérôme Champagne (56): Franzose; früherer FIFA-Funktionär; erklärte als Erster, gegen Blatter anzutreten; hat aber kaum Rückhalt und hatte bis zuletzt noch nicht die fünf Unterstützerstimmen.


David Ginola (48): Ehemaliger französischer Nationalspieler; wird von einem Wettanbieter unterstützt; hat keinerlei Erfahrung als Funktionär; chancenlos.