St. Moritz (dpa) - Felix Neureuther hat im abschließenden Rennen der alpinen Ski-Weltmeisterschaften von St. Moritz am Sonntag seine wohl letzte Karriere-Chance auf eine weitere WM-Medaille.

Dennoch denkt der Routinier nicht nur an sich, sondern wünscht just dem Rivalen Mattias Hargin aus Schweden nach dessen furchtbaren Erlebnissen im Sommer einen Podestrang. Hargins Ehefrau, die Freeriderin Matilda Rapaport, war im Juli 2016 bei einem Lawinenunglück gestorben. "Ich würde es keinem so sehr wünschen wie ihm, dass er gut fährt und eine Medaille holt", sagte Neureuther der "Bild"-Zeitung.

Rapaport war bei Werbeaufnahmen in Chile verunglückt und hatte im Koma tagelang um ihr Leben gekämpft. Hargin flog nach Südamerika und war bei seiner Frau, als diese im Alter von nur 30 Jahren starb. Die beiden hatten erst im Frühjahr geheiratet. Neureuther sagte, dass er mit seinem Ski-Kollegen unmittelbar nach der Tragödie Kontakt hatte.

Zum Saisonstart kehrte Hargin wieder in den Weltcup zurück. "Es ist extrem beeindruckend, wie er mit dem Tod seiner Frau umgeht", meinte Neureuther. "Ein Alptraum, was passiert ist. Mattias ist ein ganz feiner Kerl." Der WM-Slalom steht am Sonntag (09.45/13.00 Uhr) an.

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