Kalbe l Im November bereiten wir Garten und Pflanzen auf den Winter vor. Die letzten Früchte und Gemüsesorten werden geerntet. Sofern noch nicht geschehen, müssen die nicht frostharten Kübelpflanzen nun ins Haus gebracht werden. Doch sie sollten unbedingt vorher für rund zehn Tage unter dem Torbogen oder dem Carport geschützt abgestellt werden, damit der Boden abtrocknen kann. Wichtig ist, auch im Winterquartier gut zu lüften, denn nasse Erde führt dazu, dass bei wenig Lichteinfall die Wurzeln die Feuchtigkeit nicht aus dem Topf ableiten können. Sollte es überraschend Nachtfrost gegeben haben, können die betroffenen Stellen der Pflanze bevor die Sonne darauf scheint, mit kaltem Wasser begossen werden. Wer es nichts schafft, die Pflanze vor dem Nachtfrost hereinzuholen, kann diese auch mit Zeitungspapier schützen. Zum Überwintern sollten Geranien vor dem Hereinholen nicht zurückgeschnitten werden, rät Ruth Schwarzer. Erst im Januar könne ein Rückschnitt erfolgen, denn bis dahin schöpft die Pflanze noch Kraft aus den Blätter.

Wer auch im Winter frischen Schnittlauch aus eigenem Anbau ernten möchte, der sollte nun kräftige Schnittlauchpflanzen ausgraben und diese in kleine Blumentöpfe setzen, empfiehlt die Gartenbauingenieurin. Die Töpfe werden an einen luftigen, geschützten Standort, zum Beispiel unter dem Torweg oder dem Carport, abgestellt. Sie dürfen auch Frost bekommen. Die Pflanzen brauchen nicht gegossen zu werden. Ratsam ist es, mehrere Töpfe auf diese Weise vorzubereiten. Ab Januar kann der Schnittlauch ins Haus geholt und geerntet werden. Ratsam ist es dabei, die Töpfe nacheinander abzuernten, so wächst im ersten Topf wieder Schnittlauch nach.

Früchte und Maiglöckchen

Späte Äpfel und Birnen können zu Gelee oder Likör verarbeitet werden. Wer nun aber keine zeit hat, um alles zuzubereiten, der kann jetzt die Früchte auch einfach nur entsaften und den Saft in Flaschen einkochen. Die Weiterverarbeitung kann dann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Im Herbst ist noch Pflanzzeit für Obstbäume.

Wer im Februar oder März Blumengrüße verschenken möchte, kann diese nun vorbereiten. Im Herbst werden oft auch die Maiglöckchen umgepflanzt. Wer von diesen großen Mengen übrig hat, kann diese ausgraben und den dicken, kurzen Blühkeim in Töpfe (im Durchmesser zehn bis zwölf Zentimeter groß) mit wenig Erde pflanzen. Die übrigen Keime können wieder für die Gartenpracht des kommenden Jahres in die Erde gepflanzt werden. Der keim muss über der Erde bleiben. Sieben bis neun Pflanzen finden auf diese Weise in einem Topf Platz. Die Wurzeln sollten auf etwa fünf Zentimeter zurückgeschnitten werden, so beschreibt es schon Johannes Wesselhöft in „Der Garten des Bürgers und Landmannes“ 1884 . Auch diese Töpfe können beispielsweise unter dem Carport abgestellt werden. Wie das Treiben der Pflanze vorangetrieben wird, dazu lesen Sie in der Januar-Ausgabe mehr.

Ausblick auf Dezember

Alpenveilchen bevorzugen kühlere Temperaturen. Sie sollten daher in einem kühlen Raum (15 bis 18 Grad) aufbewahrt werden. Wird der Übertopf mit Blähton befüllt und der Topf daraufgestellt kann das Alpenveilchen auch im Blumenfenster stehen.

Ruth Schwarzer gibt einen Ausblick auf den 4. Dezember, dem Barbara-Tag, benannt nach der heiligen Barbara. An diesem Tag geschnittene Kirsch- oder Forsythienzweige blühen zu Weihnachten in der Wohnung auf. Die zweige sind in lauwarmes Wasser zu stellen.