Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 17.02.2010 23:00:00
Duisburg (dpa). Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat Spielführerin Birgit Prinz zu ihrem Jubiläum den erhofften Sieg beschert und ist erfolgreich in das Vorbereitungsjahr zur Heim-WM 2011 gestar- tet. Die Mannschaft von Trainerin Silvia Neid gewann am Mittwoch in Duisburg gegen Nordkorea klar mit 3:0 (2:0) und gab sich damit auch im dritten Duell mit dem Asienmeister keine Blöße. Vor 9570 Zuschauern in der MSV-Arena erzielten Fatmire Bajramaj (21. Minute), Simone Laudehr (30.) und Celia Okoyino da Mbabi (50.) die Tore für den Welt-und Europameister, der in der kommenden Woche zum Algarve-Cup in Portugal (24. Februar bis 3. März) reist.

"Es war das erste Spiel dieses Jahres, dafür bin ich insgesamt ganz zufrieden", stellte Cheftrainerin Neid nach der Partie fest. "Defensiv haben wir sehr gut gearbeitet, im Spielaufbau hatten wir einige Probleme, aber insgesamt war es ganz ordentlich." Spielführerin Birgit Prinz war ein stolz auf ihr erfolgreiches Jubiläumsmatch: "Es war kein ganz wichtiges Spiel, aber es war schon etwas Besonderes. Und wir haben verdient gewonnen."

Pech hatte Torhüterin Nadine Angerer, die nach einem Zusammenprall schon nach 18 Minuten mit einer Platzwunde am Schienbein vom Feld musste. So kam für die Weltmeisterin unverhofft Lisa Weiß von der SG Essen-Schönebeck zu ihrem Debüt. Auch ohne die am Oberschenkel verletzten Duisburgerinnen Annike Krahn und Inka Grings übernahm die DFB-Auswahl sofort das Kommando. Gegen die kleinen und robusten Asiatinnen versuchten es die deutschen Frauen immer wieder mit hohen Bällen. Mit Erfolg: Prinz bediente mit einer weiten Flanke von links die Potsdamerin Bajramaj mustergültig, die ihre Elf per Kopf mit ihrem siebten Länderspieltor in Führung brachte. Das 2:0 resultierte aus einer Standardsituation: Laudehr traf nach Bajramaj-Freistoß per Kopf.

In der zweiten Hälfte brachte Neid einige frische Kräfte. Und das 3:0 war gleich eine Koproduktion der eingewechselten Kerstin Garefrekes und Okoyino da Mbabi, die mit dem dritten Kopfball-Tor der Partie für die Entscheidung sorgte. 20 Minuten vor Schluss kam auch die erst 18-jährige Duisburgerin Alexandra Popp vor heimischer Kulisse noch zu ihrer Länderspiel-Premiere.