Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 21.02.2010 23:00:00
Maria Riesch zuckte nur kurz mit den Schultern, dann war Platz acht im Olympia-Super-G abgehakt. "Das ist doch kein Weltuntergang, ich kann damit leben", sagte die Partenkirchnerin mit der Lockerheit einer Olympiasiegerin. Maria Riesch hatte schon vor der zweiten Woche der Spiele Gold in der Tasche, "und deshalb kann ich den Rest jetzt ganz entspannt angehen".

Der Rest, das sind der Riesenslalom am Mittwoch und der Slalom zum Abschluss am Freitag. Und zumindest beim letzten Rennen rechnet sich das "Golden Girl" noch etwas aus. "Eigentlich kann mir nichts mehr passieren. Es wäre aber doch schön, wenn noch etwas dazukommt", sagt Riesch. Im "Riesen" hat sie Außenseiterchancen. Im Slalom ist sie dagegen eine der Mitfavoritinnen. Riesch ist Weltmeisterin und führt die Disziplinwertung im Weltcup an.

Sie rechne sich "was aus" im Torlauf, bekannte die 25-Jährige. Doch das war auch schon im Super-G so. Am Ende aber jubelte Andrea "Gold-Fisch" Fischbacher über den ersten Alpin-Olympiasieg für die Ski-Nation Österreich 2010 vor Tina Maze aus Slowenien und Lindsey Vonn (USA), die überraschend nur Bronze gewann.

"Grundsätzlich kann ich auch im Super-G schnell fahren, aber das war einfach keine perfekte Fahrt", sagte Riesch selbstkritisch. Während sie nach Rang acht zum Auftakt in der Abfahrt aber am Boden zerstört schien, wiederholte sie diesmal immer wieder: "Ich kann das schon verschmerzen. Ich bin nun nicht extrem enttäuscht." Die Coolness einer Olympiasiegerin eben.

In der zweiten Woche sollen neben Maria Riesch auch Rebensburg, Susanne Riesch und Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl um die Medaillen mitfahren. Um bis dahin die Nerven zu schonen, gab Berthold gestern frei. "Die Mädels müssen ein bisschen Luft holen, sich erholen."