Dem ein oder anderen sind sie vielleicht schon aufgefallen – die rot-weißen Absperrbaken entlang des Breiten Wegs in Höhe Hauptpost und Justizzentrum. Bereits im vergangenen Herbst haben Mitarbeiter des Tiefbauamtes an drei Stellen die Voraussetzungen für ein leichteres Überqueren der Straßenbahngleise geschaffen. Seit einigen Wochen sind die Bautrupps nun abgezogen, die Absperrungen stehen aber immer noch.

Altstadt. Auf den ersten Blick sieht es aus, als ob alles fertig wäre. Doch ein genaueres Hinschauen zeigt – das Gleisbett selbst ist im jetzigen Zustand noch unbegehbar. Daher verweist Stadtpressesprecher Michael Reif auch an die MVB als Ansprechpartner für die noch offenen Bauleistungen. Deren Pressesprecherin Birgit Münster-Rendel antwortete gestern auf eine diesbezügliche Volksstimme-Anfrage.

"Zur Fertigstellung der Überwege müssen wir noch Gleisplatten im Bereich der Gleisanlagen verlegen", teilte sie mit. Das Winterwetter der vergangenen Wochen machte dieses Unterfangen bislang aber unmöglich. Momentan sei der Boden außerdem so feucht, dass der umgebende Bereich zerstört werden würde, sollten die Arbeiten jetzt durchgeführt werden.

In Abhängigkeit von der Witterung sollen die Gleisplatten aber in den nächsten Wochen verlegt werden. Die MVB planen einen Abschluss für Ende Februar. Einschränkungen für den Straßenbahnverkehr auf einer der Hauptstrecken der Stadt brauche man aber nicht zu befürchten, da die Arbeiten ausschließlich nachts durchgeführt werden.

Nach Beendigung der MVB-Leistungen müsse die Stadt noch die entsprechenden Markierungen sowie das Entfernen der Absperrungen veranlassen, ließ Birgit Münster-Rendel wissen.

Die Überquerungen sind Teil einer größeren Baumaßnahme zur städtebaulichen Aufwertung dieses Abschnitts des Breiten Wegs. Seit Juni vergangenen Jahres wurde der Gehweg vor dem Justizzentrum umfassend saniert. Die schrägen Parktaschen wurden in Längsrichtung umgestaltet, der Radweg wurde in etwas größerem Abstand zu den parkenden Autos angelegt.

Da zwischen Leiterstraße und Danzstraße bisher keine weitere gefahrlose Überquerung der Straßenbahngleise möglich war, wurden die drei neuen Überwege im Anschluss an die Gehwegarbeiten angelegt.