Sudenburg (jja). Als größtes Defizit in ihrem Wohngebiet haben die Bewohner von Friedenshöhe in der Wobau-Mieterumfrage "fehlende Einkaufsmöglichkeiten" angemahnt. Nach der Eröffnung von Rewe und Kaufland am Kroatenweg schlossen die beiden DDR-Kaufhallen in der Ernst-Toller-Straße und in der Ferdinand-von-Schill-Straße. Besonders die Bewohner im oberen Bereich der Siedlung bedauern die weiten Wege zu den Supermärkten. Auch die Kritik mehrt sich, dass die beiden verwaisten Kaufhallen zu Schandflecken verkommen.

Die Wobau will sich nun der Sache annehmen. Allerdings befinden sich weder Grund und Boden noch die Kaufhallen derzeit im Wobau-Eigentum. Nach Angaben von Wobau-Geschäftsführer Heinrich Sonsalla aber habe man Kontakt zum Insolvenzverwalter der Kaufhallenbauten aufgenommen und einen Kauf angeboten: "Sollten wir die Grundstücke zu einem vernünftigen Preis bekommen können, werden wir zuschlagen." Wenn der Eigentumswechsel gelingt, will die Wobau die Kaufhalle in der Ernst-Toller-Straße abreißen und das Grundstück als Grünfläche gestalten. Die Kaufhalle in der Ferdinand-von-Schill-Straße würde man gern neu beleben. Sonsalla: "Wir sehen gute Chancen für einen wirtschaftlichen Betrieb. Wenn wir einen interessierten Einzelhändler finden, kann er dort gern mieten. Eine Discount-Kette aber geht da sicher nicht rein – für die ist die Fläche zu klein."

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