Magdeburg. Die Entscheidungen beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg fallen jetzt beinahe im Tagestakt. Am Sonntag war bekanntgeworden, dass der Geschäftsführer des Stadion- betreibers SSG, Peter Fechner, neuer Klub-Präsident werden soll. Gestern nun trat der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Rüdiger Koch, von seinem Amt zurück.

Der Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Magdeburg hatte diesen Schritt allerdings schon vor Tagen angekündigt. "Wir haben unser Ziel erreicht, die Findung eines Präsidenten auf den Weg zu bringen", sagte er gestern der Volksstimme. "Alles andere sind jetzt mehr oder weniger noch Schritte formeller Art. Meine Arbeitsbelastungen lassen mir künftig nicht mehr die Zeit, um mich intensiv um den FCM zu kümmern."

Koch bestätigte, dass der Aufsichtsrat im Verlauf des gestrigen Tages ein Gespräch mit dem Präsidentschaftskandidaten geführt habe. Er selbst sei daran aber nicht mehr beteiligt gewesen.

Auf Volksstimme-Anfrage erklärte Fechner, dass es gestern "ein informelles Gespräch" des Aufsichtsrates mit ihm gegeben habe. Über dessen Inhalt wolle sich der 55-Jährige, der neben seiner Funktion beim Stadionbetreiber auch Geschäftsführer der Magdeburger "Weißen Flotte" ist, jedoch nicht äußern. Er warte eine "Entscheidung des Aufsichtsrates ab. Wie er sich entscheidet, ist meiner Meinung nach offen".

Fechner, seit 2009 FCM-Mitglied, machte allerdings kein Hehl daraus, "dass mein Herz für den FCM schlägt". Die Probleme des Klubs müssten "möglichst schnell" gelöst werden.