Magdeburg. Einschnitt in die Wertstoffentsorgung nun auch in den westlichen und südlichen Stadteilen: Die gelben und blauen Tonnen kommen flächendeckend an die Häuser, die Containerplätze werden aufgelöst. Seit einem Jahr verwirklicht die Stadt dieses Konzept. Es soll die kostspielige doppelgleisige Entsorgung (sowohl Containerstellplätze als auch Tonnen am Haus) abschaffen. Der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb (SAM) hat bereits zu Wochenbeginn mit der Auslieferung der ersten Behältnisse für Altpapier an die Haushalte begonnen. Bis 5. März sei das abgeschlossen, kündigte Andreas Stegemann, stellvertretender Betriebsleiter, an. Die gelben Tonnen werden ab kommendem Montag bis 31. März von der Tönsmeier GmbH gestellt.

Konkret betrifft die Aktion Grundstückseigentümer der Stadtteile Ottersleben, Sudenburg, Lemsdorf, Westerhüsen, Salbke, Fermersleben, Buckau, Leipziger Straße, Stadtfeld West, Stadtfeld Ost und Diesdorf. Voraussetzung ist, dass die Tonnen bis zum Stichtag 31. Juli 2010 beantragt wurden, heißt es. Wer das versäumt hat, bekommt trotzdem noch eine zeitnahe Chance: Nachzügler werden nach entsprechendem Antrag mit dem laufenden Tourenrhythmus beliefert (dann und auch jetzt Standplätze freimachen).

Die Ausstattung mit gelber oder blauer Tonne allerdings empfiehlt sich.

Ab April nämlich werden in den genannten Stadtteilen die Wertstoffcontainer von den Stellplätzen in den Wohngebieten abgezogen. Es verbleiben lediglich die Behälter für die Altglassammlung.

Von der Reduzierung der Depotcontainer wird die Minderung der teils beispiellosen Verschmutzung der Stellplätze durch Mülltouristen erwartet. Das habe sich schon in Reform, Hopfengarten, Prester, Cracau, Brückfeld, Werder, Herrenkrug und Berliner Chaussee eingestellt, sagte Stegemann. Dort wurde 2010 die flächendeckende haushaltsnahe Entsorgung gestartet.

In der dritten und letzten Stufe folgen 2012 die Altstadt, Alte und Neue Neustadt, Neustädter Feld, Kannenstieg, Barleber See, Alt- und Neu-Olvenstedt, Rothensee.

Der Tönsmeier-Konzern hatte erneut vom Dualen System Deutschland (DSD) den Zuschlag für die Plaste- Entsorgung bekommen. Die Stadt betreibt weiter das Papiergeschäft. Der Erlös dient der Stabilisierung der Müllpreise. Tönsmeier arbeitet privatwirtschaftlich.

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