Am Ende hatte Miss Thüringen, Anne-Kathrin Kosch, bei der Miss Germany-Wahl am Samstagabend im Europark Rust die Nase vorn. Sie setzte sich gegen 23 Kandidatinnen durch und darf sich nun neben dem begehrten Titel unter anderem über ein Hybrid-Fahrzeug für ihr Amtsjahr sowie diverse Reisen freuen.

Eine sehr gute Figur im badischen Rust bei Freiburg machte aber auch die amtierende Miss Sachsen-Anhalt, Olga Metzger. Die 24-Jährige aus Magdeburg schaffte es nicht ganz aufs Siegertreppchen. Dennoch war die BWL-Studentin keineswegs unzufrieden mit dem Verlauf des traditionsreichen Glamour-Events. "Es hat super Spaß gemacht. Insgesamt war das einfach eine ganz tolle Erfahrung. Die Veranstaltung war echt klasse. Ich habe sehr nette Leute kennengelernt. Außerdem bleibt ein tolles Gefühl, es so weit geschafft zu haben. Ich bin eigentlich sehr zufrieden", meinte die attraktive Sachsen-Anhalterin mit dem charmanten Lächeln nach der Show.

Zuvor hatte sie sich in Abendgarderobe, im Bikini und der Interviewrunde dem Publikum und der Promi-Jury präsentiert. Unter anderem Ex-Fußball-Manager Rainer Calmund, Model Monica Ivancan, US-Sänger Marc Terenzi oder Schönheitschirurg Professor Werner Mang saßen in der VIP-Jury direkt am Laufsteg.

In einem sogenannten Missen-Camp in Ägypten wurden die jungen Frauen auf ihren Auftritt bei dem Wettbewerb, der seit 1927 veranstaltet wird, intensiv vorbereitet. Laufen, Posen, Knigge-Kurs, Shootings und Choreografie standen auf dem Programm. Dieses Mal fand das Training in Ägypten bekanntlich unter ganz speziellen Voraussetzungen statt. Die politischen Unruhen am Nil zwangen die Missen zu einem vorzeitigen Rückflug.

Ob sie etwas von den Tumulten am Urlaubsort mitbekommen hat? "Eigentlich nicht wirklich. Wir haben letztlich mehr aus den Medien erfahren als vor Ort. Da war es eigentlich ganz ruhig. Aber es war natürlich schon ein komisches Gefühl, unter diesen Umständen in Ägypten zu sein", berichtete die 1,70 Meter große Blondine mit den Modelmaßen, die in ihrer Freizeit gerne kocht, liest, Sport treibt, Sängerin einer Band ist und durch die Welt reist, wie sie bei der Interviewrunde auf der Showbühne verriet.

Auch dem viel zitierten Zickenkrieg hinter den Kulissen eines Schönheitswettbewerbs erteilte die Miss Sachsen-Anhalt eine deutliche Absage: "Wir haben uns eigentlich alle sehr gut verstanden. Man kann nichts anderes sagen. Jeder hat natürlich geschaut, dass er eine gute Show läuft und sich entsprechend präsentiert. Aber am Ende kann eben nur eine gewinnen", meinte Olga Metzger.

Im Vorfeld der Wahl hatten sich rund 7000 junge Frauen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren bei diversen Landeswahlen in ganz Deutschland Hoffnung auf die Krone gemacht. Aber nachdem der erste Stress nach dem gro-ßen Finale Samstagnacht abgefallen war, war erst einmal Party angesagt. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen enterte die attraktive 24-Jährige die Aftershow-Party im glamourösen "Club Berlin" des Europarks. Und dort im Party-Trubel der Nacht und dem Blitzlichtgewitter der Fotografen war es ohnehin egal, wer es bis ganz nach oben auf den Thron geschafft hat.(vkn)