Die Red Devils sind nur knapp an einer Blamage vorbeigeschlittert. Gegen den Abstiegskandidaten Floor Fighters Chemnitz haben die Harzer ihre bisher schlechteste Saisonleistung abgeliefert. Am Ende durften sich die Gäste über zwei mehr als glücklich gewonnene Punkte freuen, doch es wurde auch ein wichtiger Punkt verschenkt.

Wernigerode (mvo/fbo). Dieser könnte am Ende vielleicht von enormer Bedeutung sein.

Von der Anreise nach Chemnitz, die reibungslos verlief, kann die Leistung nicht abhängig gemacht werden. Devils-Coach Peter Gahlert sieht eher an der Einstellung einzelner Spieler ein Problem. "Einige denken, dass wir die Spiele ohne große Anstrengungen gewinnen. Es fehlt manchen Spielern derzeit der Kampfgeist, die Leidenschaft, die Spielfreude. Im Spielverhalten sind wir teilweise zu nachlässig und unkonzentriert, kassieren dadurch unnötige Gegentreffer. In der Offensive fehlt uns auch das Glück, aber auch Durchschlagskraft. All diese Faktoren hätten uns gegen Chemnitz fast drei wichtige Punkte gekostet, doch die Mannschaft hat noch zum richtigen Zeitpunkt den Hebel umlegen können. Wenn wir aber in dieser Saison um eine Medaille mitspielen wollen, muss sich jeder einzelne Spieler auf seine Aufgabe konzentrieren."

Chemnitz begann kämpferisch und mit jeder Menge Spielfreude. Nach dem ersten Drittel lagen die Red Devils mit zwei Toren in Rückstand. Im Verlauf des zweiten Drittels wurde es noch grausamer. Die Floor Fighters nutzten jeden Fehler der Harzer gnadenlos aus und lagen nach 35 Minuten mit 5:0 in Führung. Ramon Ibold erzielte den ersten Treffer für die Red Devils kurz vor Ende des zweiten Abschnittes.

In der Drittelpause appellierte Devils-Coach Peter Gahlert an die Ehre der Spieler, sich nicht aufzugeben und zu kämpfen. Es dauerte im Schlussdrittel knapp zwölf Minuten, ehe Raiko Krüger der Treffer zum 5:2 gelang. Doch etwa drei Minuten später legte Chemnitz zum 6:2 nach. Knapp sieben Minuten waren noch zu spielen, als die Red Devils ihre Schlußoffensive starteten. Einem Tor von Juha-Pekka Kuittinen folgte ein Chemnitzer Eigentor sowie zwei weitere Treffer durch Tommi Kivilehto und Robert Müller zum 6:6 Ausgleich. Binnen fünf Minuten war das Spielgeschehen auf den Kopf gestellt.

Mit dem 6:6 und jeweils einem Punkt auf der Habenseite ging es für beide Teams in die Verlängerung. Hier sicherte Juha-Pekka Kuittinen nach Vorlage von Tommi Kivilehto in der dritten Minute der Overtime mit dem 7:6-Siegtreffer den wichtigen Zusatzpunkt.

Am Ende ist alles gut gegangen, doch ein für die Meisterrunde und Playoffs eventuell wichtiger Punkt wurde dennoch in Chemnitz verschenkt.

Torfolge: 1:0 René Radünz (7:15), 2:0 Jarkko Kumpulainen (11:05), 3:0 Axel Herold (24:36), 4:0 Jarkko Kumpulainen (32:00), 5:0 René Radünz (33:33), 5:1 Ramon Ibold (38:49), 5:2 Raiko Krüger (48:12), 6:2 Raphael Thiele (52:47), 6:3 Juha-Pekka Kuittinen (53:08), 6:4 Eigentor (54:36), 6:5 Tommi Kivilehto (57:03), 6:6 Robert Müller (58:15), 6:7 Juha-Pekka Kuittinen (62:07);

Strafen: Chemnitz 6 - Red Devils 4.