Von Hans Biermann

Quedlinburg. Vom Glück sind die Landesklasse-Fußballer des Quedlinburger SV wirklich nicht begünstigt. Eben noch verpasste Andreas Weidner die Chance zur Führung nur um Zentimeter, da setzte sich mit dem buchstäblich letzten Angriff Simon Nagel im QSV-Strafraum durch und markierte den 2:1-Siegtreffer für seinen ebenfalls vom Abstieg bedrohten VfB Gröbzig. Damit scheint das Schicksal des QSV endgültig besiegelt.

Dennoch dankte Trainer Reiner Kriese seinem Team für den engagierten Einsatz, besonders Torhüter Kevin Masur, der unglaubliche Paraden zeigte. So hätte der QSV mit seiner Notelf fast einen Punkt entführt. Hormozi, Brüser, Grimmer, Klauss, Gabriel und Gericke fehlten, so dass der Trainer wieder eine völlig neue Formation bilden musste. Sie begann recht ordentlich. Sven Färbers Heber ging haarscharf vorbei (5.), Ronny Schönian zwang mit Distanzschuss Remo Hirschmann im Gröbziger Kasten zu letztem Einsatz (17.) und Robert Frye brachte mit einem hohen Ball, den der Keeper über die Linie fallen ließ, den QSV sogar in Front (44.).

Das kam überraschend, denn Gröbzig hatte das Kommando längst übernommen. Vor allem Standards (12:3-Ecken und viele Freistöße) sorgten immer wieder für Alarmstimmung im QSV-Strafraum. Aber der Ausgleich fiel irregulär nach einem nicht geahndeten Foul an Tino Hiesener – Christian Gunsch hatte so freie Bahn (62.). Da gab es für Kevin Masur nichts zu halten, der die Gastgeber bei ihrem nun folgenden Sturmlauf mit seinen Rettungstaten fast zur Verzweiflung brachte.

Quedlinburger SV: Masur - Brahmann, Brenner, Kliemt, Hiesener, Weidner, Frye, Könnecke (70. Henning), Schönian, Wegert, Färber;

Torfolge: 0:1 Robert Frye (44.), 1:1 Christian Gunsch (63.), 2:1 Simon Nagel (90.); Schiedsrichter: Eckhard Skorsetz (Bördeland); Zuschauer: 85.