Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg stolpert in dieser Saison von einer Peinlichkeit in die andere. Nach den Negativrekorden in der Hinrunde (lange Niederlagenserie und 1:6-Heimpleite gegen Chemnitz) droht nun am Sonntag (13.30 Uhr) in Kiel eine neue "Torflauten-Bestmarke" (siehe Info-Kasten).

Magdeburg. Nach dem 2:1-Überraschungs-Coup am 27. Februar gegen RB Leipzig gelang kein Treffer mehr – 0:0 in Wolfsburg, 0:2 gegen Lübeck, 0:2 gegen Plauen, 0:2 bei Hertha BSC II. Damit nicht genug: Der Club erzielte in sechs von acht Begegnungen nach der Winterpause gar kein Tor und in 24 Partien insgesamt nur 24 Treffer, im Durchschnitt also ein mageres "Törchen" pro Spiel. Nur Eintracht Braunschweig II und das abgeschlagene Schlusslicht Türkiyemspor sind noch schlechter.

Auch mit dem neuen Hoffnungsträger im Angriff, Shergo Biran, wurde es bislang nicht besser. Der 32-Jährige, der in Wolfsburg sein Debüt gab, war zwar einige Male dicht dran, getroffen hat aber auch er noch nicht.

Die Angst vor dem Abstieg ist jedenfalls groß und hat auch Konsequenzen auf bevorstehende Personalentscheidungen. So deutete der künftige Präsident Peter Fechner erstmals an, dass der neue Sportdirektor vielleicht doch nicht wie zunächst beabsichtigt zum 15. April sein Amt antritt. Fechner: "Priorität hat jetzt erst einmal der Klassenerhalt. Sollten wir es tatsächlich nicht schaffen, muss man komplett umdenken." An Kandidaten, so der 56-Jährige, mangele es dagegen nicht. Am Sonnabend beim Auswärtsspiel in Berlin hatte z.B. der frühere FCM-Marketingchef und Geschäftsstellenleiter Randolf Neumann (zuletzt Goslarer SC) Kontakt zu Fechner aufgenommen.

Das Zeitfenster für die Übernahme des Präsidentenpostens bleibt dagegen unverändert. Fechner bekräftigte, dass er zum 15. April als Nachfolger des zurückgetretenen Volker Rehboldt zur Verfügung steht.