Heute Abend geht es im Leipziger Bruno-Plache-Stadion um weitere Aufstiegspunkte für den VfB Germania Halberstadt. Um 18 Uhr wird die Begegnung beim 1. FC Lok Leipzig angepfiffen.

Halberstadt. Vor dem Spiel ist nach dem Spiel – diese Fußballweisheit passt wohl zur heutigen Partie des VfB. Die Vorharzer sind weiterhin auf dem zweiten Platz der Oberliga zu finden, warten nur mit knappem Abstand und einem Spiel weniger auf einen Ausrutscher des Führenden aus Auerbach. Wie schon vor sechs Tagen geht es wieder in die Messestadt Leipzig, wieder zu einem absoluten Traditions- und Kult-Verein. die bisherige NOFV-Oberliga-Bilanz sieht keines der zwei Teams im Vorteil, sie ist geradezu egalisiert. In den sechs Vergleichen hat jeweils jeder Verein zweimal gewonnen und verloren. Entsprechend gab es auch zwei Unentschieden. Das Torverhältnis sieht die Germanen knapp mit 8:7 vorne.

Den warnenden Zeigefinger hebt vor dieser Begegnung Trainer Andreas Petersen: "Die Ergebnisse vor allem gegen die Topclubs Bautzen, Auerbach und Halberstadt sprechen für die Leipziger." Petersen geht dabei auf die Resultate der Hinrunde ein, als der 1. FC Lok gegen die drei Bestplatzierten jeweils remis spielte. Anders sieht es bislang in der Rückrunde aus, da kassierten die Probstheidaer Niederlagen gegen Bautzen und Auerbach. Parallelen sind hierbei erkennbar und sprechenn nicht unbedingt gegen die Gäste aus Halberstadt. Als oberste Priorität dürfte für die Lok-Spieler nach der doch sehr durchwachsenen Saison die Platzierung im Vergleich zum Ortsrivalen FC Sachsen zählen. Derzeit steht Lok als Zwölfter hinter den Chemikern, auch Petersen weiß: "Die Lok-Jungs sind extrem motiviert, wollen endlich am FC Sachsen vorbeiziehen. Mit einem Sieg heute Abend wäre das möglich. Von daher erwarte ich eine ganz heiße Kiste, zumal der Gastgeber auch noch im Abstiegskampf steckt. Lok hat doppelt so viele Tore geschossen wie Sachsen, doppelt so viele Fans erwarte ich im Stadion – also wird es heute doppelt so schwer für mein Team. Wir müssen mit klarem Kopf agieren, denn der Gegner wird uns alles abverlangen."

Jan Mutschler und Philipp Peters werden definitiv auch diesmal nicht zur Verfügung stehen. Robert Gerber und Alexander Kopp hingegen zeigen von Tag zu Tag bessere Form, sind mögliche Alternativen.