Der SV Olympia Schlanstedt marschiert weiter unaufhaltsam dem Kreismeistertitel entgegen. Obwohl der Spitzenreiter gestern nicht über ein 2:2-Remis gegen den abstiegsbedrohten SV Grün-Gelb Ströbeck hinauskam, baute er seinen Vorsprung durch die Veckenstedter Heimniederlage aus. Dankerode stellte durch den Überraschungssieg beim Tabellenzweiten den Anschluss zum "rettenden Ufer" her.

Olympia Schlanstedt – Grün-Gelb Ströbeck 2:2 (0:2)

Nur knapp entging der Tabellenführer einer Heimpleite, ein Doppelpack von Stefan Krull rettete den Schlanstedtern zumindest einen Punkt. Dabei hatten die Gastgeber in der ersten halben Stunde eine gute Leistung abgeliefert, Christoph Henze, Sebastian Schweinehage und Stefan Krull ließen aber gute Möglichkeiten zur Führung ungenutzt. Die Ströbecker zeigten sich vor dem gegnerischen Tor effektiver. Erst traf Markus Bellan nach einer Flanke aus dem Gewühl zum 0:1, sieben Minuten später schnürte er mit einem Lupfer und Unterstützung des Olympia-Keeper Christian Stosch den Doppelpack. Nach Wiederanpfiff beschränkte sich Ströbeck auf die Verteidigung des Vorsprungs und lauerte auf Konterchancen. Bei Schlanstedt machte sich der Ausfall von Spielmacher Sebastian Stosch bemerkbar, kein Olympia-Spieler nahm das Heft richtig in die Hand. So war es letztlich ein Foul an Schweinehagen im Strafraum, dass die Gastgeber zurück ins Spiel brachte. Krull verwandelte den fälligen Elfmeter sicher und traf im anschließenden Sturmlauf zum verdienten 2:2-Unentschieden.

Torfolge: 0:1, 0:2 Markus Bellan (32., 39.), 1:2, 2:2 Stefan Krull (83. FE, 86.); Schiedsrichter:

SV Veckenstedt – SG Dankerode 0:2 (0:1)

Die abestiegsgefährdeten Dankeröder bestätigten den Aufwärtstrend der letzten Wochen und boten den Veckenstedtern vom Anpfiff weg Paroli. Die Gastgeber hatten zwar in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel, den einzigen Treffer erzielte jedoch Stefan Kaiser nach 28 Minuten für die Dankeröder. Fast im Gegenzug hätte Phillip Behm ausgeglichen, scheiterte aber an SG-Keeper Maik Seifert. Kurz vor der Pause hatte Christoph Zwensner den gegnerischen Torhüter schon ausgespielt, das Leder trudelte aber am Tor vorbei (40.). Nach Wiederanpfiff spielten die Platzherren deutlich engagierter, Danny Bollmann mit einem Hammer aus 40 Metern und Denny Laue im anschließenden Nachschuss (50.) setzten das erste Signal. Im weiteren Verlauf scheiterten Tino Laue und Dominik Kilian mit Freistößen am Dankeröder Schlussmann, auch Thomas Hoffmeister ließ eine gute Chancen zum Ausgleich ungenutzt. Ein umstrittener Elfmeterpfiff entschied schließlich die Partie: Erst sah Denis Hotho wegen wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte, anschließend versenkte Gäste- keeper Maik Seifert den Strafstoß zum 0:2.

Torfolge: 0:1 Stefan Kaiser (28.), 0:2 Maik Seifert (80. FE); Schiedsrichter: Sebastian Wienecke (Halberstadt); bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Denis Hotho (Veckenstedt) wegen wiederholtem Foulspiel (80.).

Fortuna Halberstadt – TSV Wasserleben 5:0 (2:0)

Die Fortunen gestalteten die Partie gegen ersatzgeschwächte Wasserlebener von Beginn an überlegen, schon nach drei Minuten hatte Andy Sparwasser nach Eckball die Chance zur Führung. Die Gastgeber spielten weiter druckvoll, doch auch Sandy Kaczmarek verfehlte nach Freistoß von Marco Radau das gegnerische Tor (26.). Sieben Minuten später fand der Freistoß von Marco Radau seinen Bruder Sebastian, der zur 1:0-Führung vollendete. Die Vorentscheidung fiel nur drei Minuten später, Christian Krebs traf nach Zuspiel von Röder zum 2:0. Die Gäste hatten ihre erste Möglichkeit nach 38 Minuten. Keeper Dennis Neitzel klärte nach einem Konter zur Ecke. In der zweiten Halbzeit bäumte sich Wasserleben gegen die drohende Niederlage auf, doch der nächste Treffer fiel erneut für die Fortuna. Sandy Kaczmarek machte mit dem 3:0 alles klar. Durch ein Eigentor des TSV und einen schönen Lupfer von Matthias Schulze fiel das Ergebnis mit 5:0 aus Sicht der wacker kämpfenden Gäste etwas zu hoch aus.

Torfolge: 1:0 Sebastian Radau (33.), 2:0 Christian Krebs (36.), 3:0 Sandy Kaczmarek (65.). 4:0 (82. Eigentor), 5:0 Matthias Schulze (89.); Schiedsrichter: Robin Enkelmann (Blankenburg).

SV Darlingerode/Drübeck – TSV Zilly 19116:0 (3:0)

Nach einer Viertelstunde übernahm die Heimelf das Kommando, bei der ersten Chance verfehlte Thomas Gelhaar das Tor nach Rehse-Flanke noch knapp. Zehn Minuten später ließ sich die Kapitän die Chance freistehend nach schönem Zuspiel von Robert Junker nicht entgehen. Die Vorentscheidung fiel bereits kurz vor der Pause: Erst fand ein Eckball von Robert Hess mit Unterstützung des Gegners den Weg ins Tor, vier Minuten später staubte Christoph Pinta nach Parade des guten Gästekeeper Florian Feja gegen Gelhaar zum 3:0 ab. Zilly hatte seine erste gite Möglichkeit in der 42. Minute, ein 20 m-Freistoß klatschte an die Querlatte. Nach der Pause kamen die Hausherren fast im Minutentakt zu Chancen. Christoph Pinta traf per Freistoß nur den Pfosten (51.), eine Minute später verwertete er ein Junker-Zuspiel zum 4:0. Kurz darauf war Robert Junker selbst der Torschütze, Johannes Rehse machte eine Viertelstunde vor Schluss das halbe Dutzend voll. Zuvor hatte Phillip Brandl per Kopf die Querlatte getroffen (58.). Das Schieri-Gespann um Michael Willke bot eine gute Partie.

Torfolge: 1:0 Thomas Gelhaar (25), 2:0 Robert Hess (36.), 3:0 Christoph Pinta (40., 52.), 5:0 Robert Junker (54.), 6:0 Johannes Rehse (74.), Schiedsrichter: Michael Wilke (Athenstedt).

Blau-Weiß Hausneindorf – TuS Elbingerode2:0 (1:0)

Nachdem die Partie mit 30-minütgier Verspätung angepfiffen wurde, Elbingerode stand im Stau, erwischten die Gäste den besseren Start. TuS war die aktivere Mannschaft, ging beherzter in die Zweikämpfe und drängte Hausneindorf zu Fehlern. In der fünften Minute hatten die Platzherren Glück, als ein Schuss von Erik Lehmann an der Querlatte landete. Im weiteren Verlauf ließen die Gäste den Zug zum Tor vermissen, einzige Ausnahme war die Chance von Martin Jung (30.). Gegen Ende der ersten Halbzeit kam Hausneindorf besser ins Spiel und nach Pass von Stefan Weiß traf Sebastian Wolf zur Hausneindorfer Führung. Mit dem Wind im Rücken spielten die Gastgeber nach dem Wechsel besser. In der 54. Minute scheiterten Sebastian Wolf und Stefan Weiß noch am Gästekeeper, nur drei Minuten lenkte der TuS-Schlussmann einen 40-m-Schuss von René Adelberg ins eigene Tor. Hausneindorf war weiter tonangebend, vom Elan der Gäste aus der ersten Hälfte war nichts mehr zu sehen. Erst Mitte der zweiten Hälfte gestaltete Elbingerode das Spiel ausgeglichener, war aber im Abschluss zu ungenau.

Torfolge: 1:0 Sebastian Wolf (38.), 2:0 René Adelberg (58.); Schiedsrichter: Thomas Stange (Hakerode);

Grün-Weiß Hasselfelde – Germ. Gr. Quenstedt 1:2 (0:0)

Beide Mannschaften gingen von Beginn an sehr konzentriert zu Werke und waren zunächst darauf bedacht, keine Fehler zu machen. So dauerte es bis zur 13. Minute, ehe die Zuschauer durch eine Chance von Fabian Posselt das erste Signal der Hausherren vermerkten. Kurze Zeit später musste Gästekeeper Genso nach einem Zusammenprall mit Teege durch einen Feldspieler ersetzt werden. Wer darin eine Schwächung der Gäste vermutete, sah sich getäuscht. Thomas Forkert wuchs im Laufe der Partie über sich hinaus und brachte die Hasselfelder mehrfach zur Verzweiflung. Die größte Tat vollbrachte er kurz vor der Pause gegen Rißmann, dessen Kunstschuss er aus dem unteren Eck fischte. Dazu fehlte den Platzherren bei Pfostenschüssen von Teege und Rißmann auch das nötige Glück, eine Führung der Grün-Weißen wäre zur Pause hochverdient gewesen. Stattdessen geriet die Burdack-Elf kurz nach Wiederbeginn in Rückstand, als Gerit Holle einen Abwehrfehler eiskalt bestrafte. Als sich die Hasselfelder vom Schock erholt hatten, traf Nico Rißmann per Kopf nach Eilenberger-Eckball zum verdienten Ausgleich. Danach hätten die Hausherren den Sack zumachen müssen, doch Lachmund und Weidner scheiterten an Forkert. Die Gäste zeigten sich vor dem Tor deutlich cleverer, Ronny Zimmermann machte nach einem Einwurf den schmeichelhaften Auswärtssieg perfekt.

Torfolge: 0:1 Gerit Holle (51.), 1:1 Nico Rißmann (70.), 1:2 Ronny Zimmermann (79.); Schiedsrichter: Rainer Schäl (Elbingerode)

FC Einheit Wernigerode II – SV Langenstein 1:3 (0:1)

Gegenüber den Spielen der Vorwochen präsentierten sich die Hasseröder ausgerechnet im Kellerduell viel zu unsicher im Spielaufbau und zu harmlos im Abschluss. Zu allem Überfluss musste die Einheit-Reserve wieder einmal einem Rückstand hinterherlaufen. Als Andy Pförtner nach missglücktem Abschlag von Einheit-Keeper Kevin Wellhausen auf 0:2 erhöhte, schien die Vorentscheidung gefallen. Ein sehenswerter sowie kurioser Treffer brachte die Hausherren aber noch einmal heran: Seil traf mit strammem 25 m-Schuss ins Eck. Sowohl Torwart Stephan Dannhauer als auch die Einheit-Fans hatten den Ball schon im Toraus vermutet, doch zappelte das Leder zu aller Verwunderung im Netz. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn ein nur zwei Minuten später stellte Marcel Hupe nach schöner Vorarbeit von Sebastian Festerling den alten Abstand wieder her. Einheit-Kapitän Tino Kunze hätte allein noch für den Ausgleich sorgen können, als er zweimal freistehend vor Dannhauer auftauchte. In der ersten Szene schoss er im Fallen übers Tor, wenig später rettete Dannhauer im letzten Moment den zu lässig geschobenen Ball.

Torfolge: 0:1 Marcel Menzel (5.), 0:2 Andy Pförtner (60.), 1:2 Christopher Seil (78.), 1:3 Marcel Hupe (80.), Schiedsrichter: Detlef Schneider (Friedrichsbrunn).

SV Grün Weiß Rieder – Hessener SV 1928 4:2 (2:0)

Rieder hatte sich nach der 0:4-Hinspielpleite viel vorgenommen, begann schwungvoll und setzte den Gegner früh unter Druck. Bereits in der 12. Minute köpfte Jan Fröhlich einen Lindenberg-Eckball zum 1:0 ein. Nach dem perfekten Start plätscherte das Spiel vor sich hin. Die Heimelf machte nicht mehr als nötig, auch den Gästen fiel wenig ein. Die beste Möglichkeit hatte Hessen in der 30. Minute. Danach erhöhten die Gastgeber wieder den Druck, Daniel Broß und Jan Fröhlich vergaben gute Chancen. Nach Foulspiel an Broß im Strafraum erhöhte Florian Hottelmann per Strafstoß vor der Pause zum 2:0. Als Christoph Lindenberg nach Wiederanpfiff mit schönem Lauf über Außen den dritten Treffer nachlegte, schien die Partie entschieden. Doch schon im Gegenzug köpfte André Drechsler einen Eckball zum 3:1 ein. Die Grün-Weißen spielten aber weiter nach vorn, nach vergebenen Großchancen von Fröhlich und Lars Braunsdorf machte Daniel Büttner in der Schlussminute alles klar. Das 4:2 in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik.

Torfolge: 1:0 Jan Fröhlich (12.). 2:0 Florian Hottelmann (43. FE), 3:0 Christoph Lindenberg (52.), 3:1 Andy Drechsler (53.), 4:1 Daniel Büttner (90.), 4:2 Sven Brunkhorst (90.+3); Schiedsrichter: Andreas Ratschat (Hamersleben).