Heute vor 115 Jahren wurden die Gruson-Gewächshäuser eröffnet. Aus diesem Anlass organisiert der Förderverein ein Jubiläumswochenende mit facettenreichen Veranstaltungen. Dafür werden u.a. die Öffnungszeiten verlängert.

Buckau. Wenn sonst in den Abendstunden die Gewächshäuser geschlossen werden, wird es am kommenden Wochenende erst richtig gemütlich. In der abendlichen Dämmerung, so verspricht Melanie Ockert vom Förderverein, entsteht eine atemberaubende Atmosphäre aus Licht und Schatten. Der Eindruck wird durch die urwüchsigen, teils riesigen Pflanzen erzeugt, von denen einige noch aus Grusons Zeiten stammen.

Der Förderverein organisiert das Festwochenende. "Wir haben versucht, ein Programm zusammenzustellen, das unterschiedlichen Interessen entgegenkommt", sagt Vereinssprecherin Ockert.

Auftakt ist am Freitag, 15. April, mit einer Abendveranstaltung. Im Palmenhaus wird "Schwemmland" erwartet. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Naturereignis, sondern um "Klangkunstvideopoesie", dargeboten von drei Medienkünstlern der Region. Die Inszenierung aus Licht, Ton und Text beginnt um 21 Uhr. "Wer mag, kann vor dem Konzert an einer Führung teilnehmen", informiert Melanie Ockert. Sie beginnt um 20 Uhr und ist im Preis inbegriffen.

Der Sonnabend beginnt mit Aktionen für Kinder. Von 10 bis 16 Uhr wird eine Bastelstraße aufgebaut, in der u.a. farbenfrohe Frühlingsfensterbilder und bunte Osterkörbchen gefertigt werden können. Neben dem Eintritt in die Gewächshäuser fallen keine zusätzlichen Kosten an, ist von Melanie Ockert zu erfahren. Wenn jemand für das Material eine Spende geben möchte, sei diese natürlich willkommen.

Für Kinder werden außerdem am Sonntag spezielle Führungen angeboten. Um 14 und 15.30 Uhr können sie der Frage nachgehen: "Kann man den Urwald schmecken und riechen?" Vereinsmitglied Roswitha Gerber, pensionierte und passionierte Biologie-Lehrerin, führt Schulkinder von 7-12 Jahren in die Welt des Urwalds ein. Den kann man nämlich riechen und schmecken. Praktisch und anschaulich zeigt sie, welche Produkte des Urwalds man zuhause entdecken kann.

Die Eltern können währenddessen gern an den Führungen für Erwachsene teilnehmen. Sie werden zeitgleich stattfinden. Unter dem Titel "Von Hermann Grusons Leidenschaft für Pflanzen zu modernen Schaugewächshäusern – Rundgang durch die Geschichte der Gruson-Gewächshäuser" wird Dr. Ludwig Martins aus fachlicher Sicht Einblicke in die traditionsreichen Häuser geben.

"Es ist immer wieder erstaunlich, was es in den Gewächshäusern zu entdecken gibt", schwärmt Melanie Ockert, die verrät, dass in Verbindung mit allen Abendveranstaltungen kostenfreie Führungen angeboten werden. "Es wird das Beste und Schönste zu sehen sein, sowohl baulich als auch botanisch." Zu den Abendangeboten gehört das Farnhaus-Konzert am Sonnabend ab 20 Uhr. Zu erleben sein wird die Berliner Singer/Songwriterin Mari Mana. Ein Konzert der leisen Töne, das von der beeindruckenden Stimme der Sängerin und ihrem Gitarrenspiel geprägt wird. Danach haben die Besucher die Möglichkeit, an einer nächtlichen Führung teilzunehmen (ab ca. 22 Uhr).

Die große Geburtstags-Matinee findet dann am Sonntag ab 11 Uhr statt. Zu erleben ist u.a. das klassische Quartett des Konservatoriums Georg Philipp Telemann. Präsentiert werden u.a. Werke von Händel, Vivaldi und Sibelius; darunter die Feuerwerksmusik, die Vier Jahreszeiten und "Ein kleiner grüner Kaktus". Der Eintritt zur Matinee kostet 9,50 Euro; zu den anderen Konzerten 5 Euro. Für diese Matinee wird um Reservierung gebeten – über Telefon (4 04 29 10) oder "ganz neu haben wir die Möglichkeit eingerichtet, auch übers Internet zu reservieren", so die Vereinssprecherin.

www.gruson-ev.de

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