Ein von den Linken im Stadtrat gefordertes Konzept zur Aufwertung des Olvenstedter Sternsees und der umliegenden Grünanlagen hält die Stadtverwaltung nicht für erforderlich. Das macht der Baubeigeordnete Dieter Scheidemann in seiner jetzt vorgelegten Stellungnahme klar. Die Freizeitanlage sei in einem guten Zustand. Die Linken hatten vor einigen Wochen von einem "erschreckenden Zustand" gesprochen.

Neu-Olvenstedt. Nach der öffentlichen Kritik in der Volksstimme hatte der Stadtgartenbetrieb reagiert, Pflegearbeiten gestartet und am Sternsee Müll beräumt. Anschließend gab es nach Aussage des Baubeigeordneten Dieter Scheidemann einen Ortstermin mit Ämtern und Stadtgartenbetrieb. Fazit: Der Gesamtzustand könne als gut eingeschätzt werden. Die Sitzecke über den ehemaligen Umkleideräumen des früheren Olvenstedter Schwimmbades befinde sich in intaktem Zustand und werde gut genutzt. Kleinere Mängel seien inzwischen behoben worden oder würden in Kürze behoben.

Offen sei noch die Reparatur des Weges unterhalb der Aussichtsplattform. Ein Abschnitt sei ausgespült worden und ein Teil der Wegeeinfassung sei abgesackt. Schuld sind laut Scheidemann wechselnde Wasserstände des Sternsees, wahrscheinlich durch ansteigendes Grundwasser. Die Kosten für die Reparatur schätzt die Stadt auf rund 5700 Euro. Doch die Arbeiten könnten erst gestartet werden, wenn der Wasserstand wieder gesunken ist.

Der Baubeigeordnete kommt zu folgendem Fazit: "Die Gesamtanlage ist gegenwärtig in einem guten Pflegezustand, dieser ist dauerhaft zu gewährleisten. Eine notwendige Veränderung der Anlage ist nicht zu erkennen."

Stadtrat Bernd Krause (Die Linke) erhofft sich vom Antrag seiner Fraktion, der demnächst in den Ausschüssen des Stadtrates diskutiert wird, aber etwas mehr. "Der Sternsee ist im Gespräch und es hat sich bereits etwas getan", lobt er im Volksstimme-Gespräch. Doch die Forderungen der Linken gehen weiter. "Ein Grundkonzept, das die gestalterischen Möglichkeiten im Kontext heutiger Erwartungen der Nutzer einschließlich der Kinder und Familien aufgreift und konzeptionell kreativ abbildet, erscheint zwingend notwendig", heißt es im entsprechenden Antrag A0030/11.

So könne zum Beispiel die Böschungswand möglicherweise von Graffiti-Künstlern ansprechend gestaltet, die Grünanlage erneuert und mit Spielgeräten aufgewertet werden. Aber auch an die Bewohner des angrenzenden Seniorenheims müsse gedacht werden.

Die Verfasser, Bernd Krause und Parteifreund Oliver Müller, verstehen ein Engagement für die grüne Oase des Viertels als Beitrag der Stadt, die Wiederbelebungsmaßnahmen für das Stadtteilzentrum Olven 1 durch die Wohnungsgenossenschaft "Post und Energie" zu flankieren und Neu-Olvenstedt attraktiver zu machen. Das letzte Wort hat der Stadtrat.