Wie vermittelt man Kindern, dass Pizza, Burger oder Sandwiches auf Dauer nicht gerade für gesunde Ernährung stehen? Eine Idee verfolgen gemeinsam Stadtmarketingverein, AOK, SCM und Stadtsparkasse mit dem Projekt "Otto is(s)t gesund!" Über 30 Grundschulen der Stadt waren aufgerufen, ihre gesunden Lieblingsrezepte einzusetzen. Gestern durfte die Siegerschule mit Prominenten kochen.

Ottersleben. Für die meisten Promis war das gestern ein entspannter Termin. Kein Wunder, wer wie Beigeordneter Rüdiger Koch oder Stadtmanager Georg Bandarau in der Regel "Stress-Essen" ohne viel Zeit und Genuss zwischen zwei Terminen einschieben muss, der freut sich über eine Mittags-Stunde in der Küche. Auch Sören Schust, Kanu-Junioren-Weltmeister 2005, freut sich über die Abwechslung zur AOK-Betriebskantine. Gemeinsam mit Sparkassensprecher Matthias Geraldy, AOK-Regionalleiter Mario Kallnik und Kanu-Olympiasieger Andreas Ihle kochten sie sich gestern mit zwölf Kindern aus der Ottersleber Grundschule ein gesundes Mahl. Mit Unterstützung von Ralf Eichholz, Küchenleiter im Jugendbildungshaus, servierte man sich selbst Kartoffelsuppe, Käsetaler mit Tomatensalat und Spaghetti Carbonara. Die "Küchen-Party" mit der Lizenz für gesundes Essen war das Finale des Wettbewerbs "Otto is(s)t gesund!" Über 30 Schulen waren von "Pro M" mit der Bitte angeschrieben worden, ihre gesunden Lieblingsrezepte einzusenden.

Die Resonanz hielt sich leider in Grenzen, sodass die Idee, ein Schülerkochbuch mit gesunden Rezepten zu veröffentlichen, auf das nächste Jahr verschoben werden muss. Sparkassen-Sprecher Matthias Geraldy: "Wir rufen 2012 nochmal auf, dann wird das schon noch mit dem Buch."

Den zwölf Schülern der Grundschule Ottersleben war es egal: Sie durften nicht nur mit Promis kochen, sondern bekamen auch noch Karten für das "Nautica", Teddys und Küchenschürzen. Letztere können sie besonders gut gebrauchen - schließlich treffen sie sich jeden Montag zum Kurs "Haushalt" mit Lehrerin Regina Maigatter – da wird gekocht, gebacken oder gewaschen.

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