Für Ärger in der Junkerssiedlung sorgt der Radweg Richtung Olvenstedt an der Hugo-Junkers-Allee. Dessen abruptes Ende in der Kurve zum Olvenstedter Scheid sorge für Gefahr. Betroffen seien vor allem Schulkinder, die mit dem Rad in den Nachbarstadtteil zum Gymnasium fahren, kritisieren Eltern.

Nordwest. "Exakt in der Kurve zum Olvenstedter Scheid müssen die Kinder, die bis dahin auf dem Weg zur Schule brav rechts den verfügbaren Radweg entlang der Junkersallee genutzt haben, die Straßenseite wechseln", ärgert sich Hans-Jürgen Schulz aus Nordwest, dessen Tochter am Albert-Einstein-Gymnasium in Olvenstedt lernt.

Durchschlängeln

"Alternativ fahren die Schüler mit dem Rad weiter inmitten des Verkehrs über den vergleichsweise engen Olvenstedter Scheid und teilen sich die Fahrbahn gerade morgens im Berufsverkehr mit Autos, dem 52er Bus und Lastwagen", so Schulz. "Das geht so bis zur nächsten Kurve ca. 300 Meter weiter. Dort müssen sie dann als Linksabbieger der schwierigen Verkehrssituation trotzen", schildert der Nordwestler. Er bemängelt: "Es gibt dort keinen ausgewiesenen Radweg, keine Fahrbahnmarkierung und folglich keinen Schutz für unsere Schulkinder!"

Mehrfach hätten besorgte Eltern fahrradfahrende Kinder aus Richtung Texas beobachten können, gerade in der dunklen Jahreszeit, zumeist zwischen 7.15 und 7.30 Uhr. "Die Kinder schlängelten sich genau da durch, wo schon erfahrene Verkehrsteilnehmer Probleme hätten." Auch das Fahren auf dem Gehweg des Olvenstedter Scheides sei keine sichere Alternative für die Kinder, da sie dann ebenfalls an der nächsten Kurve in Höhe des Technikhauses wegen des dort endenden Weges die Straßenseite wechseln müssten. "Dort hält auch der 52er Bus. Man kann sich lebhaft vorstellen, was sich dort gerade zur Stoßzeit morgens auf dieser Ecke dann verkehrstechnisch abspielt", sagt Schulz. Er fordert: "Ein ausgewiesener Fahrradweg für Kinder aus Texas oder vielleicht auch eine Fußgängerampel sind dringend erforderlich, um die Situation zu entschärfen."

Stadtteilgremium tagt

Die Siedlergemeinschaft Nordwest als Interessenvertretung der "Texaner" ist bereits alarmiert. Vorstandsmitglied Rolf-Dieter Weske: "Möglicherweise sollte das Ganze zunächst unter polizeiliche Beobachtung gestellt werden ,um die richtigen Maßnahmen zu treffen. Wir werden das Thema auf jeden Fall in der Gemeinwesenarbeitsgruppe Neu-Olvenstedt/Nordwest auf die Tagesordnung setzen, um dann mit Polizei und Ämtern darüber weiterzuberaten."

Die Gemeinwesen-AG (GWA) trifft sich heute um 17 Uhr ganz in der Nähe des kritisierten Schulweges – im Kindergarten "Fliederhof" an der Johannes-Göderitz-Straße 30/31. Interessierte sind eingeladen. Es geht u. a. auch um Veranstaltungen im Stadtgebiet, weitere Bürgeranliegen und das neue Stadtteilmanagement in Olvenstedt, teilte GWA-Sprecher Gerhard Häusler mit.