Dolle - Anwohner rund um den Truppenübungsplatz Altmark sind durch eine zusätzliche Waldpufferzone künftig besser vor Lärm und Staub geschützt. Das Land habe einen Waldstreifen am Übungsplatz mit dem Bund getauscht gegen einen ehemals von Russen genutzten Übungsplatz bei Tangerhütte und einen Wald bei Königshütte im Harz, sagte Rainer Aumann vom Bundesforst am Montag in Dolle. Zuvor hatte der MDR Sachsen-Anhalt darüber berichtet.

Insgesamt tauschten der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt und der Geschäftsbereich Bundesforst der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben 4000 Hektar Wald. Der Bund werde den Wald an der Bundesstraße verdichten, um die Schutzzone zu optimieren, hieß es. Hier solle nicht geübt werden, das Gebiet bleibe weiter frei zugänglich.

Der Truppenübungsplatz Altmark ist rund 15 mal 30 Kilometer groß. Soldaten üben hier realitätsnah, aber ohne scharfe Munition, diverse Einsätze. Die Soldaten sind mit Waffen, Sensoren und Funkgerät ausgerüstet. Das Gefechtsübungszentrum Letzlingen auf dem Truppenübungsplatz ist nach Angaben der Bundeswehr das modernste seiner Art. Derzeit entsteht dort die Übungsstadt "Schnöggersburg" mit Hochhäusern und U-Bahn-Stationen.