Magdeburg - Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat dem wegen seiner Haltung zur Homosexualität umstrittenen Verein Leo jetzt eine Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt. Die Aufforderung sei nun abgeschickt worden, teilte der Verband am Donnerstag auf Anfrage mit.

Anfang der Woche hatte der Wohlfahrtverband ein Ausschlussverfahren gegen die Gesellschaft für Lebensorientierung (Leo e.V.) eingeleitet. Eine erste Mitteilung des Verbandes, der Verein sei mit dem Beschluss bereits ausgeschlossen, korrigierte der Verband inzwischen. Nach der Satzung muss ein Verband erst angehört werden.

Leo war in die Kritik geraten, weil die Gesellschaft laut Medienberichten in seinen Kursen Homosexualität als Krankheit eingestuft hatte. Vereinschef Bernhard Ritter, ein ehemaliger Pfarrer und Ex-CDU-Landtagsabgeordneter, erklärte indes, Homosexualität sei für ihn "keine Krankheit im medizinischen Sinne". Der Landtag hatte sich vergangene Woche von dem Verein distanziert.