Magdeburg/Nürnberg - Sachsen-Anhalts Agrarminister Hermann Onko Aeikens (CDU) will die Öko-Landwirtschaft stärker fördern. Von 2015 an sollen die Prämien für ökologisch bewirtschaftete Flächen erhöht werden, teilte Aeikens am Freitag bei einem Besuch der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel BioFach in Nürnberg mit. "Die Nachfrage der Verbraucher nach Öko-Lebensmitteln wächst stetig. Doch der Anbau hinkt noch hinterher", erklärte Aeikens. Auf der Messe sind auch zehn Aussteller aus Sachsen-Anhalt vertreten.

Für Ackerland würden dann zum Beispiel 230 Euro pro Hektar und damit 30 Euro mehr als bislang gezahlt. Die Prämie für Grünland klettert um 60 Euro auf ebenfalls 230 Euro. Im vergangenen Jahr lag die Förderung bei zusammen rund 8,6 Millionen Euro. Die Höhe der Subvention kann jedes Bundesland innerhalb eines vom Bund vorgegeben Korridors selbst bestimmen. Landtag und EU müssen dem noch zustimmen.

In Sachsen-Anhalt werden derzeit rund 54 000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Im Vergleich zu den rund 1,2 Millionen Hektar gesamter landwirtschaftlicher Fläche ist dies nur ein kleiner Bruchteil. Da Öko-Betriebe häufig kleiner sind, machen sie aber bereits rund neun Prozent aller Betriebe aus. Schwerpunkte des Bio-Anbaus sind Weizen und Roggen, in manchen Regionen auch Kartoffeln.