Berlin - Beim Bundesfreiwilligendienst gibt es gravierende Unterschiede zwischen Ost und West. Während sich in den westlichen Bundesländern vor allem jüngere Menschen zu dem Dienst melden, sind es nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" (Montag) in den östlichen Ländern besonders ältere. 81 Prozent der sogenannten Bufdis sind hier über 27 Jahre, im Westen liegt der Anteil der Älteren dagegen nur bei 19 Prozent, wie das Blatt unter Hinweis auf eine Antwort des Bundesfamilienministeriums zu einer Anfrage der Linksfraktion schreibt.

Der Freiwilligendienst wurde 2011 als Ersatz für den Zivildienst geschaffen. Jeder kann sich melden. Für die Arbeit gibt es ein Taschengeld von bis zu 357 Euro im Monat, manche Träger stellen auch Unterkunft und Verpflegung. Linke-Vizefraktionschef Jan Korte kritisierte in der Zeitung, die damalige schwarz-gelbe Koalition habe mit dem Bundesfreiwilligendienst offensichtlich einen neuen Niedriglohnbereich geschaffen.