Dessau-Roßlau - Mit einem Freispruch aus Mangel an Beweisen ist am Freitag am Landgericht Dessau-Roßlau der Mordprozess gegen eine 69-Jährige zu Ende gegangen. Die Frau stand vor Gericht, weil sie laut Anklage ihren Ehemann im Sommer 2011 erschlagen haben soll, um die Lebensversicherung zu kassieren. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft, die Verteidigung Freispruch gefordert. Für das Gericht reichten die vorliegenden Indizien nicht aus, um eine Täterschaft der Frau zweifelsfrei nachzuweisen. Die Frau nahm den Freispruch zunächst regungslos auf, brach allerdings in Tränen aus, als näher auf das Geschehen eingegangen wurde.