Halle - Die Bundesliga-Basketballerinnen des SV Halle haben am letzten Ligaspieltag ihre günstige Ausgangsposition für die Playoffs eingebüßt. Sie verloren am Samstag das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer TSV Wasserburg vor heimischer Kulisse mit 61:75 (59:59, 39:28) nach Verlängerung und rutschten noch vom zweiten auf den fünften Tabellenplatz ab. Im Playoff-Viertelfinale treffen sie nun auf den Herner TC und haben in der Serie "Best of Three" nur einmal Heimrecht. Beide Duelle gegen das Team aus Nordrhein-Westfalen haben die Saalestädterinnen in dieser Saison verloren.

"Herne ist der unangenehmste Gegner, den wir im Viertelfinale erwischen konnten. Aber wir hatten gegen Wasserburg genügend Chancen, um diesem Vergleich aus dem Weg zu gehen. Wir haben unsere Offense in der letzten Viertelstunde abgebrochen und nichts mehr getroffen", erklärte Halles Trainer Martin Dornhoff nach der zweiten Niederlage unter seiner Regie.

Die Gastgeberinnen gestatteten dem TSV Wasserburg dank einer überragenden Defense im zweiten Viertel (17:4) nur vier Punkte und bauten den Pausenvorsprung bis zur 24. Minute auf 47:32 aus. Doch zwischen der 33. Minute (56:47) und der 40. Minute gelang Halle kein Korb. Die Gäste führten zwei Sekunden vor dem Ende mit 59:56, ehe Tiffany Porter-Talbert (13) mit einem Dreier den Ausgleich schaffte. In der Verlängerung sorgte Wasserburg auch dank der überragenden Emma Jean Cannon (20 Punkte/20 Rebounds) mit einem 10:0-Lauf auf 69:59 schnell für klare Verhältnisse. Für Halle erzielte Katharina Fikiel (16) die meisten Punkte.