Frankfurt (Oder) - Die Entertainerin Dagmar Frederic hat einen Erbschaftsprozess verloren. Die 68-jährige Sängerin müsse rund 136 000 Euro aus dem Erbe der Witwe eines früheren Vize-Kulturministers der DDR an den Staat zahlen, entschied das Landgericht Frankfurt (Oder) am Freitag. Dazu kommen nach Berechnungen eines Gerichtssprechers etwa 40 000 Euro an Zinsen. Das Geld stammt von der Witwe, deren Vermögen Frederic ursprünglich treuhänderisch verwaltet hatte. Das Urteil in dem Zivilprozess stützte sich auf zwei Gutachten, die der mittlerweile auch verstorbenen Witwe die Geschäftsfähigkeit absprachen. Da keine Erben bekannt sind, sieht sich der Staat als rechtmäßiger Erbe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.