Magdeburg - Die Zahl jüdischer Gemeindemitglieder in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Auch bundesweit gab es einen vor allem durch Sterbefälle ausgelösten Rückgang, wie aus der neuen Statistik der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland hervorgeht. Ende 2013 zählten die Gemeinden in Sachsen-Anhalt 1443 Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es noch 1481.

Die durch den Zuzug von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion in den 90er Jahren stark angestiegene Zahl von Gemeindemitgliedern ist bundesweit seit 2006 rückläufig. Wurden damals noch 107 794 Mitglieder gezählt, waren es Ende 2013 nur noch 101 338.

Das größte Zentrum jüdischen Lebens in Sachsen-Anhalt ist Halle, wo die Gemeinde 601 Mitglieder zählt, gefolgt von Magdeburg mit 502 Mitgliedern und Dessau mit 340.