Bitterfeld-Wolfen/Gräfenhainichen - Ausflügler an der Goitzsche, die mit dem Auto an das Tagebau-Restloch kommen, müssen ab Mitte April Parkgebühren zahlen. Die Tourismusgesellschaft wolle einen Euro pro Stunde erheben, meldete "MDR Sachsen-Anhalt" unter Berufung auf einen Sprecher. Begründet wird der Schritt mit der Erhaltung von Ordnung und Sauberkeit. Darüber hinaus soll das Areal für 10 bis 15 Millionen Euro zu einem touristischen Anziehungspunkt weiterentwickelt werden.

Geplant sei der Bau einer Marina mit Bootsliegeplätzen und einer Regattastrecke. Auch ein Hotelkomplex und ein Wohngebiet sollen entstehen. Ziel sei es in den kommenden Jahren, die Besucherzahl auf 1,5 Millionen pro Jahr zu verdreifachen.

Im vergangenen Jahr wurde die Freizeitlandschaft Goitzsche an einen privaten Investor verkauft. Ein Sprecher der Stadt Bitterfeld-Wolfen nannte Ende vergangenen Jahres eine Summe von 2,9 Millionen Euro. Ein kommunaler Firmenverbund, dem die Fläche gehört hatte, war in finanzielle Schwierigkeiten geraten und musste das Areal veräußern. Die Goitzsche mit See- und Landfläche war nach der Wende aus einem ehemaligen Braunkohlentagebau entstanden, der ab 1999 mit Muldewasser geflutet wurde.