Magdeburg - Die Behörden in Sachsen-Anhalt haben trotz des Auslaufens der Herstellerunterstützung noch Hunderte Computer mit dem veralteten Betriebssystem Windows XP im Einsatz. Dies gehe quer durch alle Verwaltungsbereiche, sagte der zuständige Referatsleiter im Magdeburger Finanzministerium, Jens Lockenvitz, am Dienstag auf Anfrage. Hintergrund sei, dass noch nicht alle Spezialprogramme auf neuere Betriebssysteme umgestellt worden seien. Dies solle aber in den nächsten Monaten erfolgen.

Ein Sicherheitsrisiko sei das alte System, für den der Hersteller seit Dienstag keine Aktualisierungen mehr herausbringt, aber nicht. "Das ist kein Risiko, weil alle Rechner hinter einer Firewall sind." Eine Firewall soll wie eine Brandschutzmauer verhindern, dass Computer aus dem Internet heraus angegriffen werden können. Das Microsoft-Betriebssystem Windows XP war vielerorts 14 Jahre im Einsatz und gehört zu den Oldtimern der Softwareindustrie.