Dessau-Roßlau - Das Bauhaus Dessau soll aus Sicht der künftigen Direktorin Claudia Perren ein lebendigerer Ort werden. "Es wird im Ausland - und vielleicht auch in weiten Teilen Deutschlands - ausschließlich als historische Institution wahrgenommen", sagte Perren der am Donnerstag erscheinenden Wochenzeitung "Die Zeit". Ihr Ziel als Stiftungsdirektorin sei, das Bauhaus zu einem neuen künstlerisch-wissenschaftlichen Zentrum auszubauen. Künftig sollten sich das ganze Jahr über Gestalter, Wissenschaftler und Studenten in Dessau aufhalten.

"Sie glauben gar nicht, wie groß die Lust vieler internationaler Künstler und Forscher wäre, für ein paar Monate nach Dessau zu kommen und hier im Bauhaus zu leben und zu arbeiten", sagte Perren. Die 41 Jahre alte Architektin lehrt derzeit noch in Sydney (Australien) und tritt im August die Nachfolge von Philipp Oswalt an, dessen Vertrag nicht verlängert worden war.