Mansfeld/Wittenberg - Deutschlands erstes Museum über die Kindheit und Jugend von Martin Luther (1483-1546) füllt sich mit Leben. Junge Künstler haben damit begonnen, ein großes Gemälde in sogenannter Streetart auf eine Wand zu malen. Thema sei Luthers Begegnung mit der Kirche, teilte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Donnerstag mit. Das Museum öffnet am 14. Juni mit der Dauerschau "Ich bin ein Mansfeldisch Kind - Martin Luthers Elternhaus".

Der Neubau entstand gegenüber dem eigentlichen Elternhaus von Luther. Die beiden Gebäude bilden das neue Museumsquartier mit einer Ausstellungsfläche von rund 500 Quadratmetern. Rund rund 3,8 Millionen Euro werden laut Stiftung insgesamt investiert, davon etwa 560 000 Euro für die Ausstellung.

Der Theologe wurde in Eisleben geboren, wuchs im nahen Ort Mansfeld auf. In Wittenberg verbrachte er den Großteil seines Lebens. Am 31. Oktober 1517 soll er seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche an die Schlosskirche geschlagen haben.

Das neue Museum in Mansfeld soll laut Stiftung ein weiteres Zugpferd für die Lutherstätten in Deutschland werden, hieß es. Dort werden auch Schulklassen den jungen Luther für sich entdecken können. Von 1483 bis 1497, 13 Jahre lang, lebte er mit seinen Eltern in Mansfeld. Im Gegensatz zu anderen bekannten Lutherstätten in Deutschland wie auch Eisenach und Worms galt Mansfeld bisher als ein weißer Fleck.