Halle - Aus Mangel an Beweisen hat die Staatsanwaltschaft Halle die Ermittlungen im sogenannten Kreuzworträtselmord gegen die einstige Freundin des Täters eingestellt. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle am Montag. Zuerst hatte der MDR darüber berichtet. Gegen die Autorin war seit Januar wegen Mordes ermittelt worden. Sie hat das damalige Geschehen in ihrem Buch "Der Kreuzworträtselmord. Die wahre Geschichte" geschildert. Dem Sprecher zufolge gab die Frau jedoch an, diese Schilderungen seien reine Erfindungen der Spannung wegen. "Das lässt sich am Ende nicht widerlegen, zumal der Täter gestorben ist."

Die Aufklärung des sogenannten Kreuzworträtselmordes war einer der spektakulärsten Kriminalfälle der DDR-Geschichte. Über den Vergleich einer Schriftprobe aus einem Kreuzworträtsel mit Tonnen von Altpapier kamen die Ermittler dem 18 Jahre alten Mörder des siebenjährigen Lars aus Halle-Neustadt auf die Spur. Der Mann gestand die Tat und kam ins Gefängnis. Er starb im Januar 2013.