Magdeburg/Wolmirstedt - Die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann, hat angesichts der Lage in der Ukraine, Syrien und Afrika zur Teilnahme an Ostermärschen aufgerufen. "Lasst uns für Frieden beten und in den Ostermärschen dafür auf die Straße gehen", erklärte Junkermann am Sonntag laut einer Mitteilung in ihrer Osterpredigt in Magdeburg.

Die Auseinandersetzung in der Ukraine könne leicht eskalieren. "Wie viel verbrannte Erde und traumatisierte Menschen würde ein solcher Flächenbrand hinterlassen?", fragte Junkermann. Sie erinnerte auch an neun Millionen Flüchtlinge in Syrien und 800 000 Menschen, die im Südsudan in Flüchtlingslagern unter Hunger litten.

Die Christen rief Junkermann auf, aus dem Osterfest Kraft zu schöpfen. "Lasst uns an der Seite von Menschen bleiben, die krank sind, die schwach sind, die leiden, die im Sterben liegen." Sie sprach sich auch für ein neues Asyl- und Einwanderungsgesetz in Europa aus. "Für eine Gesetzgebung, die vom Lebenswert und der Würde eines jeden Menschen bestimmt ist - und nicht von unserem vermeintlichen Wohlergehen."

In Sachsen-Anhalt ist für diesen Montag ein Ostermarsch geplant, den die Bürgerinitiative Offene Heide in Verbindung mit ihrem 250. Friedensweg organisiert. Unter dem Motto "Ziehe niemals in den Krieg!" findet er in Wolmirstedt nördlich von Magdeburg statt. Auch der DGB hatte dazu aufgerufen, ein Zeichen zu setzen für Abrüstung, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Menschenrechte.