Stuttgart - "Natürlich ist es schade für das Turnier und die Fans, aber wir haben alle unser Bestes gegeben", sagte Angelique Kerber nach ihrer 5:7, 4:6-Niederlage beim Turnier in Stuttgart gegen die Spanierin Carla Suárez Navarro.

Kerber schulterte frustriert ihre Tennistasche und eilte nur wenige Augenblicke nach dem kurzen Handschlag am Netz aus der Halle. Von den Zuschauern in der Stuttgarter Porsche-Arena wurde die 26 Jahre alte Kielerin zwar mit höflichem Applaus bedacht - doch für das prestigeträchtige Sandplatz-Turnier bedeutete das Aus der letzten deutschen Spielerin einen heftigen Euphoriedämpfer.

"Ich bin traurig, dass ich nicht gewonnen habe. Die Müdigkeit hat mich ein bisschen fertig gemacht", sagte Kerber. Wie befürchtet hat der strapaziöse Fed-Cup-Trip nach Australien zu viel Kraft gekostet. Im Viertelfinale findet sich kein deutscher Name mehr im Tableau.

Drei Tage nach der 24-stündigen Flugreise von Brisbane zurück nach Frankfurt waren Kerber und Julia Görges der Jetlag und die Müdigkeit anzumerken. Die 25-Jährige aus Bad Oldesloe verlor wenige Stunden vor dem abendlichen Auftritt Kerbers auf dem Centre Court gegen die Serbin Ana Ivanovic 6:1, 2:6, 3:6 und verpasste damit eine weitere Überraschung bei ihrem Lieblingsturnier. "Am Ende hat mir ganz ehrlich ein bisschen die Kraft gefehlt", sagte auch Görges.

2011 hatte die Schleswig-Holsteinerin bei dem Sandplatz-Event den bislang größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Doch einen Tag nach dem unerwarteten Sieg gegen die Rumänin Sorana Cirstea ließen bei der erschöpften Görges Konzentration und Präzision mehr und mehr nach. Die ehemalige Weltranglisten-Erste und frühere French-Open-Siegerin Ivanovic nutzte die Schwächen gnadenlos aus und warf nach Sabine Lisicki die zweite Deutsche aus dem Turnier.

Beim Stand von 1:5 wehrte Görges noch drei Matchbälle nervenstark ab. Dann aber machte die Weltranglisten-Zwölfte Ivanovic mit Nummer vier alles klar, als ein langer Ball ihrer Gegnerin im Aus landete. "Ich finde eine Niederlage, bei der man schlecht spielt, deutlich schmerzhafter. Ich kann mit sehr positiven Gedanken das Turnier verlassen", sagte Görges. Tatsächlich kann sie trotz der Niederlage zufrieden abreisen. Durch ihren Erstrunden-Erfolg hat sich die Nummer 94 der Weltrangliste einen Platz im Wimbledon-Hauptfeld gesichert und bei beiden Auftritten aufsteigende Tendenz gezeigt.

"Es stimmt mich positiv, dass ich trotz der Strapazen ganz ordentlich gespielt habe", sagte Görges. Vor ihr und Kerber waren bereits Andrea Petkovic, Annika Beck, Mona Barthel und Sabine Lisicki früh gescheitert. Im Viertelfinale kommt es nun zu folgenden Duellen: Maria Scharapowa (Russland) gegen Agnieszka Radwanska (Polen), Suárez Navarro gegen Sara Errani (Italien), Jelena Jankovic (Serbien) gegen Alissa Kleybanowa (Russland) und Ivanovic gegen Swetlana Kusnezowa (Russland).

Müde Kerber als letzte Deutsche in Stuttga...

Stuttgart - "Natürlich ist es schade für das Turnier und die Fans, aber wir haben alle unser Bestes gegeben", sagte Angelique Kerber nach ihrer 5:7, 4:6-Niederlage beim Turnier in Stuttgart gegen die Spanierin Carla Suárez Navarro.

  • Angelique Kerber kann sich nicht gegen die Spanierin Carla Suárez Navarro durchsetzen.

    Angelique Kerber kann sich nicht gegen die Spanierin Carla Suárez Navarro durchsetzen.
    Quelle: Daniel Maurer

  • Angelique Kerber ballt im Spiel gegen ihre spanische Gegnerin die Faust.

    Angelique Kerber ballt im Spiel gegen ihre spanische Gegnerin die Faust.
    Quelle: Daniel Maurer

  • Carla Suarez Navarro setzt sich am Ende gegen die deutsche durch.

    Carla Suarez Navarro setzt sich am Ende gegen die deutsche durch.
    Quelle: Daniel Maurer

  • Julia Görges hadert mit ihrem Spiel.

    Julia Görges hadert mit ihrem Spiel.
    Quelle: Daniel Maurer

  • Julia Görges unterliegt im Achtelfinale der Serbin Ana Ivanovic.

    Julia Görges unterliegt im Achtelfinale der Serbin Ana Ivanovic.
    Quelle: Daniel Maurer

  • Agnieszka Radwanska muss nun gegen die Russin ran.

    Agnieszka Radwanska muss nun gegen die Russin ran.
    Quelle: Daniel Maurer