Erfurt - Rund 22 000 Mal im Jahr ist der Expertenrat des Giftinformationszentrums Erfurt gefragt. Das ist mehr als das Vierfache zur Gründung des gemeinsamen Giftnotrufs für Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 1994, sagte der Leiter des Zentrums, Helmut Hentschel. Das Jubiläum wollen die vier Länder an diesem Freitag in der Staatskanzlei in Erfurt feiern. Neben den typischen Vergiftungen im Haushalt machen den Medizinern die Selbstvergiftungen Erwachsener durch Medikamente und Drogennotfälle bei Kindern und Jugendlichen zunehmend Sorgen. Der Giftnotruf ist rund um die Uhr besetzt.