Halle (Saale) - Nach einem Jahr Pause feiert Halle (Saale) mit den Händel-Festspielen im Juni wieder zehn Tage lang ihren großen Sohn Georg Friedrich Händel (1685-1759). Am Montag verkündeten Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD), dass das Festival auch in den kommenden drei Jahren sicher stattfinden kann. Sie versprachen der veranstaltenden Stiftung Händel-Haus am Montag in Halle für die Jahre 2015 bis 2017 einen Zuschuss von jeweils 511 300 Euro aus Landesmitteln.

Zwar hatte das Land die Veranstaltung auch in der Vergangenheit gefördert, die Mittel bis 2017 standen aber bislang noch unter Vorbehalt. Im vergangenen Jahr waren die Festspiele wegen der Flutkatastrophe erstmals seit gut 60 Jahren ausgefallen.

Mit dem Zuschuss seien die Ausgaben des Festivals etwa zu einem Drittel gedeckt, sagte Clemens Birnbaum, Intendant der Festspiele. Der Rest komme zu je etwa einem Drittel aus eigenen Einnahmen sowie Sponsorengeldern und Mitteln der Stiftung, hinter der die Stadt Halle steht.

Das Programm der Festspiele wird jährlich im November veröffentlicht. Anlässlich des 300. Thronjubiläums des britischen Königs Georg I., für den Händel als Kapellmeister und Komponist wirkte, heißt ein Schwerpunkt des Festivals in diesem Jahr (05.-15. Juni):"Georg & Georg".

"Eigentlich geht es aber sogar um vier Georgs", sagte Birnbaum - neben dem Komponisten und dem König auch um den Sohn und Thronfolger des britischen Königs, dessen Krönungsmusik Händel komponiert hat, und um den Vater des Musikers. "Wir spielen beispielsweise die Musik zur Krönung der Könige, aber auch Musik aus der Zeit und Region, in der Händels Vater ausgewachsen ist". Ein anderer Höhepunkt soll die Premiere der Händel-Oper "Arminio" am 6. Juni in der Oper Halle sein.

Zusätzlich solle in diesem Jahr das traditionelle Vorkonzert im Herbst, das bislang einen Vorgeschmack auf das jeweils nächste Festival geben sollte, unter dem Titel "Händel-Herbsttage" zu einem größeren Konzertwochenende ausgebaut werden, kündigte Birnbaum an. Dort soll dann auch die diesjährige Händel-Preisträgerin Magdalena Koená auftreten, die beim Festival nicht spielen kann.