Dresden/Chemnitz - Ein Gedenkort wird künftig an die größte Abschiebehaftanstalt der DDR in Chemnitz-Kaßberg erinnern. Ein erhaltener Wachturm und zwei Mauersegmente sollen um fünf gleichhohe Informationselemente aus Glas ergänzt werden. Das sieht ein Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Berthold Weidner/Martin Bennis (Stuttgart/Berlin) vor, der jetzt realisiert werden soll, wie die Stiftung Sächsische Gedenkstätten am Montagabend mitteilte.

"Mit dem Gedenkort markieren wir einen für die Geschichte der deutschen Teilung einmaligen Ort, der wie kein anderer für den staatsfreundlichen Menschenhandel der DDR und für die von den Bundesregierungen übernommene humanitäre Verantwortung für DDR-Häftlinge steht", erklärte Stiftungs-Geschäftsführer Siegfried Reiprich. "Ich hoffe, dass auf diesen ersten Schritt weitere folgen werden, an deren Ende eine Gedenkstätte in einigen historischen Gebäuden auf dem früheren Gelände des Gefängnisses steht."