Leipzig - Die Fußball-Drittligisten SG Dynamo Dresden, Energie Cottbus, Hansa Rostock, FC Rot-Weiß Erfurt, Hallescher FC und Chemnitzer FC haben die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit. Einen negativen Bescheid bekam keiner der 20 Drittliga-Clubs, alle erfüllten die für einen positiven Zulassungsentscheid notwendigen Nachbesserungen.

Der DFB-Spielausschuss folgte damit der Empfehlung der DFB-Zentralverwaltung und des Zulassungsbeschwerdeausschusses. Diese hatten zuvor den Nachweis der wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Leistungsfähigkeit der Vereine überprüft. Analog zur Bundesliga und 2. Bundesliga wurden neben diesen Voraussetzungen auch die Anforderungen im infrastrukturellen, sicherheits- und medientechnischen sowie im sportorganisatorischen und personell-administrativen Bereich überprüft.

"Es ist ein gutes Signal, dass alle sportlich qualifizierten Vereine in der kommenden Saison in der 3. Liga antreten. Natürlich haben sich einige Clubs schwergetan, aber das ist bei einem solchen Prüfungsverfahren nicht ungewöhnlich. Wir hoffen, dass sich die Vereine weiterhin bemühen, sportlichen Erfolg und wirtschaftliche Vernunft zu vereinen", sagte Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußball-Entwicklung.

Der Spielplan soll nun voraussichtlich bis Ende des Monats fertiggestellt sein. Die Saison 2014/2015 startet am 25. Juli mit dem Eröffnungsspiel und an den folgenden Tagen mit den weiteren Partien des ersten Spieltages.

Die Erfurter mussten nach der verpassten Qualifikation für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal Sponsorenverträge und Bürgschaften im niedrigen sechsstelligen Bereich nachweisen und Sicherheitsauflagen für den bevorstehenden Umbau des Steigerwaldstadions erfüllen.

Die Rostocker hatten für den Erhalt der Lizenz ihre Geschäftsstelle für eine Million Euro an eine Leasinggesellschaft verkauft, um die vom DFB geforderte Liquiditätsreserve aufbringen zu können. Die übrigen noch fehlenden 200 000 Euro holten sie aus anderen Quellen.

Die Zweitliga-Absteiger Cottbus und Dresden hatten weniger Probleme. Cottbus musste lediglich noch einige unterschriebene Sponsoren-Unterlagen nachreichen. Dresden musste Bürgschaften nachweisen. Halle hatte einen geforderten zusätzlichen Liquiditätsnachweis von 436 000 Euro über zusätzliche Sponsorengelder und Bürgschaften schnell zusammenzubekommen. Die Chemnitzer mussten Nachweise für die aufgeführten Einnahmen erbringen.