Halle - Die Wirtschaft im Osten Deutschlands hat im ersten Quartal 2014 kräftig zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den fünf Ländern ohne Berlin im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 Prozent und damit doppelt so stark wie im Westen, wie das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) auf Basis eigener Berechnungen am Donnerstag mitteilte. Wachstumstreiber seien das verarbeitende Gewerbe und die Bauindustrie gewesen, die von höheren Investitionen profitiert hätten.

Für das laufende zweite Quartal von Anfang April bis Ende Juni erwarten die Konjunkturforscher nun allerdings nicht mehr so hohe Wachstumsraten. Die Prognose geht hier von einem weiteren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Osten um 0,3 Prozent aus. Vergangenes Jahr war die Wirtschaft im Osten zunächst geschrumpft, dann zog sie unter anderem wegen der Reparaturen nach dem Hochwasser an.

Das BIP - der Wert aller hergestellten Waren und Dienstleistungen - ist der wichtigste Gradmesser für die Wirtschaftsleistung einer Region. Im April hatte das IWH erklärt, die ostdeutsche Wirtschaft hole - gemessen am BIP je Erwerbstätigem - gegenüber dem Westen kaum noch auf.