Berlin - Bundespräsident Joachim Gauck besucht am 17. Juni das Archiv der DDR-Opposition in Berlin. Anlass ist das Gedenken an den Volksaufstand in der DDR vor 61 Jahren, wie am Freitag die Robert-Havemann-Gesellschaft mitteilte. Der Verein hat die Sammlung mit Protestschreiben an DDR-Behörden, verbotenen Flugblättern, Briefen, Plakaten, Fotos und Oppositionszeitungen aufgebaut. Das Archiv gilt mit seinen Dokumenten zum Widerstand gegen DDR-Obrigkeit, zu Umweltgruppen und kirchlichen Initiativen als einzigartig.

Bei einem Rundgang will sich Gauck informieren. Die Gesellschaft mit Sitz in einem Hinterhaus im Stadtteil Prenzlauer Berg kämpft seit langem um eine dauerhafte Finanzierung. 1990 von der Bürgerbewegung Neues Forum als politischer Bildungsverein gegründet, hat die Gesellschaft derzeit sieben Mitarbeiter. Der Nachlass des DDR-Dissidenten Robert Havemann bildete den Grundstock für das 1992 eröffnete Archiv. Auch Papiere der 2010 gestorbenen Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley können angesehen werden.