Magdeburg - Wie vor rund zwei Jahren ein Schwerverbrecher flüchten konnte und ob er dabei Hilfe bekam, versucht das Amtsgericht Aschersleben von heute an zu klären. Wegen Gefangenenbefreiung müssen sich die frühere Partnerin des Mannes sowie ein 45-Jähriger verantworten. Beide sollen dem damals 36-Jährigen in Aschersleben bei der Flucht geholfen haben, als er seinen sechs Jahre alten Sohn zum Geburtstag besuchte. Der Gewaltverbrecher, der die ihn begleitenden Justizvollzugsbeamten damals eingesperrt haben soll, ist wegen Freiheitsberaubung angeklagt. Er sitzt unter anderem wegen Raubes, Vergewaltigung und Körperverletzung im Gefängnis. Einige Tage nach seiner Flucht war er damals in Berlin wieder gefasst worden.

Der Prozess des Amtsgerichts Aschersleben findet aus Sicherheitsgründen am Landgericht in Magdeburg statt. Acht Zeugen sollen gehört werden.