Halle - Experten fordern mehr spezielle Notaufnahmen für Herzinfarktpatienten in Mitteldeutschland. Die Dichte der Brustschmerz-Ambulanzen müsste vervierfacht werden, um eine bessere Überlebenschance der Patienten zu gewährleisten, sagte Winfried Haerer von der Deutsche Gesellschaft für Kardiologie dem Radiosender MDR-Info. In Mitteldeutschland gebe es derzeit nur zehn solcher Einrichtungen. Zum Vergleich: In Berlin gibt es zehn Brustschmerz-Ambulanzen in München sind es 13.

Die Sterblichkeit ist in den Brustschmerz-Ambulanzen nach Angaben von Haerer um 20 bis 30 Prozent geringer, weil dort immer ein Kardiologe und nicht etwa ein Narkosearzt oder ein Chirurg den Infarkt behandelt.