London - Roger Federer will es wieder versuchen. Der Schweizer Tennisprofi hatte das Wimbledon-Finale gerade verloren, schon kündigte er unter lautem Applaus an: "Bis zum nächsten Jahr."

Der Rekord-Grand-Slam-Sieger feiert in einem Monat seinen 33. Geburtstag, viele hatten ihn schon als Auslaufmodell abgestempelt, zwei Zwillingspärchen halten ihn auf Trab. Trotzdem würde er gern seine einmalige Tennis-Geschichte mit einem weiteren Erfolgskapitel zieren.

"Es ist nicht so, dass ich einen anderen brauche. Aber es wäre schrecklich schön, noch einen zu haben", sagte er zum möglichen Wimbledon-Titel Nummer acht, mit dem er eine weitere Bestmarke seinem Namen zuschreiben würde. Nach dem Finale gegen den Serben Novak Djokovic umklammerte der 32-Jährige nur die silberne Schale.

Djokovic-Trainer Boris Becker lobte Federer für dessen Konstanz, die er lange nicht beobachtet habe. "Er ist ohne Zweifel der beste Spieler aller Zeiten", adelte er.

Form und Selbstvertrauen seien da, wo er sie haben wolle, betonte Federer. "Das lässt mich glauben, dass es ein Sprungbrett zu vielen großartigen Dingen in der Zukunft ist", erklärte der Routinier nach dem Finale. Mit Blick auf seinen siegreichen Final-Kontrahenten fügte er an: "Ich glaube, wir gehen beide glücklich von hier weg."