Magdeburg - Ein Mann aus Schönebeck, der falsche Nachrichten aus dem Ordnungsamt Magdeburg über Facebook und Twitter verbreitet haben soll, muss sich von diesem Mittwoch an vor dem Landgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, die Namensrechte der Stadt verletzt und das Wappen missbräuchlich benutzt zu haben, wie das Landgericht Magdeburg mitteilte. Die Stadt möchte die gefälschten Nachrichten verbieten lassen. Falls der Mann seinen Schabernack unter falschem Namen weiter treibt, droht ihm nach Vorstellungen der Stadt für jeden Fall ein Ordnungsgeld von 250 000 Euro oder eine Ordnungshaft von sechs Monaten.

Laut einem Bericht der online-Ausgabe der "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstag) könnte es in dem Gericht eng werden, denn der Angeklagte soll 900 Facebook-Freunde zu dem öffentlichen Eilverfahren eingeladen haben. Das Landgericht sieht das gelassen. Der Saal habe knapp 40 Sitzplätze, die würden ausgeschöpft, sagte ein Sprecher der dpa. Alle anderen müssten draußen warten.